
Joseph Croitoru erhält den diesjährigen Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung. Die Stiftung würdigt sein literarisches Wirken für den Frieden in Israel und der Welt, insbesondere seine Publikationen über Jerusalems heilige Stätten, die Hamas und den frühen deutschen Orientalismus. Bei Hanser erschienen zuletzt Der Märtyrer als Waffe. Die historischen Wurzeln des Selbstmordattentats (2003) und Die Deutschen und der Orient. Faszination, Verachtung und die Widersprüche der Aufklärung (2018).
Der Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung würdigt literarische, publizistische und kulturelle Bemühungen um den Frieden in Israel und darüber hinaus in der ganzen Welt. Er wird alle drei Jahre vergeben und ist zurzeit mit 50.000 Euro dotiert. Damit zählt er zu den höchstdotieren Kulturpreisen in Deutschland. Gestiftet haben ihn Abraham Korn und seine Schwester Rosa Gerstenmann im Jahr 1987 zum Gedenken an ihre im Konzentrationslager Majdanek ermordete Nichte Sarah Gerstenmann.
Die Preisverleihung findet voraussichtlich am 14. November 2021 statt; die Laudatio hält der Frankfurter Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik.
Joseph Croitoru, 1960 in Haifa geboren, ist promovierter Historiker und freier Journalist. Er studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Judaistik in Jerusalem und Freiburg. Seit den 1990er Jahren schreibt er regelmäßig für die Feuilletons der FAZ, NZZ und andere renommierte Zeitungen mit den Schwerpunkten Nahost und Osteuropa. Er lebt in der Nähe von Freiburg.







