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Umgeblättert heute: „Ein weiterer erfrischender Roman aus Südkorea“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

„Abschied vom gelebten Augenblick“: Ein stilistischer Tornado, der alle Tradition hinwegfegte: Wolfgang Günter Lerch geht auf Entdeckungsreise zum Beginn der modernen türkischen Literatur. „(…) eine großartige Entdeckungsreise durch die Anfänge der modernen türkischen Literatur und Lyrik, wobei Lerch den Schwerpunkt auf Letztere legt.“
Wolfgang Günter Lerch, Türkische Dichter. Eine Literatur im Aufwind (Verlag Frank & Timme)

„Lieblingsspeise Brandteigkrapfen“: Immer wieder Thomas Bernhard: Claus Peymann kauft sich keine Hose, aber geht mit Harald Schmidt essen. „Wiederholung ist ein Stilprinzip bei Thomas Bernhard. Wiederholung ist ein Marktprinzip im Verlagswesen. Auf dem Feld der Wiederholungsbewirtschaftung hat der Wiener Brandstätter Verlag seine Meriten. Vor zwei Jahren schickte er als prominenten Herausgeber André Heller zum Hab & Gut von Thomas Bernhard, jetzt hat man für die gleiche Rolle den deutschen Entertainer Harald Schmidt gewonnen. Kaum auf dem Markt, war dem Band In der Frittatensuppe feiert die Provinz ihre Triumphe – ein Zitat aus Bernhards Stück Der Theatermacher – in den österreichischen Feuilletons ein sonniger Platz sicher.“
Harald Schmidt (Hrsg.), Thomas Bernhard – In der Frittatensuppe feiert die Provinz ihre Triumphe. Eine kulinarische Spurensuche (Brandstätter Verlag)

„Im Haus der Sprache ist zu wohnen“: Barbara Cassin denkt mit Homer, Vergil und Hannah Arendt über Heimat und Exil nach. „Die Motive der Heimkehr, der Sprache, des Exils und des Heimwehs werden anhand ihrer weltliteraturgeschichtlich frühesten Formulierung ausgedeutet.“
Barbara Cassin, Nostalgie. Wann sindwir wirklich zuhause? (aus dem Französischen von Christine Pries; Suhrkamp Verlag)

„Die alte Ordnung“: Orhan Pamuks neuer Roman Die Nächte der Pest ist eine bittersüße Parabel auf den autoritären Niedergang der Türkei. Deswegen läuft dort bereits ein Verfahren gegen ihn. „Pamuks Pest-Roman bringt das Kunststück fertig, sowohl Gruselmärchen wie Geschichtsbuch zu sein. Obwohl sein Thema todtraurig ist, ist es überraschend verspielt und gleichzeitig hochpolitisch.“
Orhan Pamuk, Die Nächte der Pest (aus dem Türkischen von Gerhard Meier; Hanser Verlag)

 

„Könnte sie nicht rasch heiraten?“: Die Tochter von Kim Hye-Jin, ein weiterer erfrischender Roman aus Südkorea. „Kim Hye-Jin steigert den Druck im Kessel von Mal zu Mal. Es ist ein intensives Ringen um Konvention und Toleranz, um Respekt und Würde. Das erzählt sie in nüchterner Sprache, wobei die Motive sorgfältig verknüpft werden. Zwar findet man bei der Autorin nicht die phantasiereichen Bizarrerien einer Hang Kang, wohl aber den sachlich-kritischen Blick auf die Gesellschaft, wie er bei Cho Nam-Joo geboten wird.“
Kim Hye-Jin, Die Tochter (a. d. Korean. v. Ki-Hyang Lee; Hanser Berlin)

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