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Umgeblättert heute: „Nur ein Anfang der Wiederentdeckung dieses spätmodernen Prosa-Künstlers …“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

„Um die Brüche soll es gehen“: Vermischte Nachrichten: Michael Wildt möchte Deutschland in den Jahren 1918 bis 1945 in ungewohnten Perspektiven zur Darstellung bringen. „Unter anderem möchte er den Blick aus dem Nachhinein vermeiden und stattdessen die zeitgenössischen Wahrnehmungen in den Mittelpunkt stellen. Das hofft man ja eigentlich von jeder historischen Arbeit. Aber Wildt will daraus einen besonderen Vorzug machen, so spielen Tagebuchaufzeichnungen, gern ausführlich zitiert, eine große Rolle.“
Michael Wildt, Zerborstene Zeit. Deutsche Geschichte 1918 bis 1945 (C. H. Beck Verlag)

„Mit der Taschenlampe subjektivieren“: Nur ein Anfang der Wiederentdeckung dieses spätmodernen Prosa-Künstlers: Miklós Mészölys Spurensicherung erscheint in neuer Übersetzung. „Der Herausgeber Pál Kelemen hat die zentralen Texte ‚Spurensicherung 1–4‘ glücklich ergänzt um poetologische Über­legungen, ein Gedicht und autobiographische Prosa über das pannonische Porkolábtal, in dem der Schriftsteller und seine Frau Alaine Polcz, eine Kinderpsychologin, ein Haus besaßen.“
Miklós Mészöly, Spurensicherung (aus dem Ungarischen von Wilhelm Droste, hrsg. und mit Nachwort von Pál Kelemen, mit Birnholzschnitten von Christian Thanhäuser; Edition Thanhäuser)

„Einordnungen für eine aufgeheizte Debatte“: Nathan Sznaider sichtet die Positionen im Streit um das Verhältnis von Holocaust und Kolonialismus. „Sznaiders Buch überzeugt durch eine Offenheit, die theoretische Widersprüche, verschiedene Perspektiven und radikale Kritik nicht einebnet oder rationalisiert. In der Sache zeigt sich der Autor skeptisch gegenüber einem Partikularismus, der sich ebenso entschieden wie undifferenziert auf universelle Werte beruft, während er seinem Gegenüber eine Perspektivität ankreidet, die er doch selbst praktiziert.“
Natan Sznaider, Fluchtpunkte der Erinnerung. Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus (Hanser)

„‚Behütet war die Welt natürlich nie'“: Die ab 1975 Geborenen haben nie rebelliert und überwiegend Frieden und Wohlstand erlebt. Sind sie zu naiv für die kriegerische Gegenwart? Ein Gespräch mit der Schriftstellerin Nora Bossong.
Nora Bossong, Die Geschmeidigen. Meine Generation und der neue Ernst des Lebens (Ullstein)

„Frauen sind nicht lustig?“: Von wegen: Was Herren übers Trinken und über die Damen scherzten, konnte Johanne Charlotte Unzer schon lange. „Dass sie so gern vom Scherz und von der Laune schrieben, hatte eine unübersehbare polemische Spitze. In den Bußübungen und Selbstanklagen der Frommen witterten die philosophischen Ärzte Brutstätten von Melancholie und Hypochondrie.“
Johanne Charlotte Unzer, Versuch in Scherzgedichten (herausgegeben von Michael Multhammer; Wehrhahn)

„KRIMIKOLUMNE“
Doug Johnstone, Eingeäschert (aus dem Englischen von Jürgen Bürger; Polar)
Richard Osman,
Der Mann, der zweimal starb (aus dem Englischen von Sabine Roth; List)
Tana French, Der Sucher (aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann; S. Fischer)

 

„‚Die Menschen in der Ukraine haben die Opferrolle abgelegt'“: Die Schriftstellerin Tanja Maljartschuk spricht über ihre Angst und die Situation von Kollegen, die das Land bereits als Soldaten verteidigen.
Tanja Maljartschuk, Blauwal der Erinnerung (Kiepenheuer & Witsch)

„Die Party“: Über ein feuchtfröhliches Stelldichein und eine Begegnung, die nachhallt: Ein Vorabdruck aus Drangsals Buch Doch.
Drangsal, Doch (Claassen)

„Manako hat gelernt, stets duldsam zu sein“: Asako Yuzuki erzählt die schräge Geschichte einer mutmaßlichen Serienmörderin – und vom Frausein in Japan. Butter wirft ein Schlaglicht auf das japanische Geschlechterverhältnis, erzählt eine angenehm abgedrehte Geschichte und liefert zwischen den Zeilen Rezepte, die den Appetit anregen können.“
Asako Yuzuki, Butter (a. d. Japanischen v. Ursula Gräfe; Blumenbar)

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