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Akademie der Künste eröffnet das Archiv von Péter Nádas

Péter Nádas © Gáspár Stekovics

Der ungarische Schriftsteller und Fotograf Péter Nádas hat sein künstlerisches Archiv der Akademie der Künste in Berlin übergeben. Die Eröffnung fand gestern im Beisein des Künstlers im Akademie-Gebäude am Pariser Platz statt. Mit Werken wie dem Buch der Erinnerung, den monumentalen Parallelgeschichten und seiner Autobiografie Aufleuchtende Details habe sich der 1942 in Budapest geborene Künstler fest in die Weltliteratur eingeschrieben, heißt es in einer Pressemeldung der Akademie der Künste. Sein Œuvre zeuge von einer außerordentlichen Doppelbegabung und daraus resultierend einem engen Verhältnis von Bild und Wort. Soeben ist sein neuer Roman Schauergeschichten (alle Rowohlt) erschienen.

Das Péter-Nádas-Archiv ist mit 240 Archivkästen ungewöhnlich umfangreich. Dazu gehören sämtliche Werkmanuskripte mit dazugehörigen Entwürfen, Notizen und Materialsammlungen, Korrespondenzen, persönlichen Dokumenten und Fotos. Die Überlieferung reicht zurück bis zum frühesten Prosastück des elfjährigen Schülers. Beginnend mit dem schriftstellerischen Debüt Die Bibel (1965/1967), enthält das Archiv für jeden Titel – ob Kurzprosa oder Roman, Essay oder Bühnenstück – eine umfangreiche Dokumentation des Werkprozesses. Breiten Raum nehmen die großen Romane Buch der Erinnerung (1986, dt. 1991) und Parallelgeschichten (2005, dt. 2012) ein, deren Arbeitsnotizen von akribischen historischen Forschungen zeugen. Ebenfalls dazu gehören Teile des fotografischen Œuvres von Péter Nádas.

Das Péter-Nádas-Archiv erweitert die Sammlung ungarischer Gegenwartsautoren der Akademie der Künste, zu der schon die Archive von Imre Kertész, György Konrád und Péter Esterházy gehören.

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