Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
![]()
- Jana Bauer, Małgosia Zając, Monsterschreck. (aus dem Slowenischen von Alexandra Natalie Zaleznik; Tulipan Verlag)
„Lieber reich oder lieber beliebt?“: Im Bilderbuch Kroko oder Krake? stellt Jörg Mühle seine Leser vor Entscheidungen, die es in sich haben. „Was hieße es, den unfassbaren eigenen Tod absehen zu können, sich auf ihn vorzubereiten, die Zeit bis dahin mit Bedacht zu verbringen und zugleich mit dem Countdown des eigenen Lebens klarkommen zu müssen? Solche Fragen bewegen auch Erwachsene, und die schönsten Gespräche, die sich aus diesem Buch ergeben werden, sind kleine philosophische Unterhaltungen über große Fragen. Dass sie nicht erdrückend wirken, dafür sorgen Mühles Illustrationen.“
- Jörg Mühle, Kroko oder Krake? (Klett Kinderbuch)
„Krieg als Gedankenreise“: Gäbe es doch Bilder und Gesten, um den Schrecken zu bergen: Kai zieht in den Krieg und kehrt mit Opa zurück ist eine harte Geschichte. „Der allwissende Erzähler, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft übersieht, weiß auch, dass dieser Krieg ein überörtlicher, überzeitlicher ist, der da erzählt wird. Es könnte jeder Krieg sein. Die Toten, die Gefangenen, die Brutalität und der Hunger aber sind in dieser Schilderung sehr konkret. Da helfen die rückversichernden Sätze nicht viel, auch nicht diejenigen, die immer wieder verdeutlichen, dass eine Gedankenreise stattfindet – schwarz auf weiß ist es hart, was da erzählt wird.“
- Zoran Drvenkar, Kai zieht in den Krieg und kommt mit Opa zurück. Roman. (Hanser Verlag)
„Welche Welt ist besser?“: In Martin Schäubles Dystopie Godland kämpft eine Fünfzehnjährige gegen Künstliche Intelligenz. „Ein paar Wendungen weniger und etwas mehr Stringenz hätten Godland gutgetan und der guten Unterhaltung (…) nicht geschadet.“
- Martin Schäuble, Godland. Dein ewiges Leben hat einen Preis. Roman. (Fischer KJB)
heute nichts
„Der beträchtliche Charme der Resignation“: Da sind sie, die 89er, und begegnen der Liebe und der Revolution: Der Roman Platz der Befreiung des Slowenen Andrej Blatnik. „Blatnik schreibt für Slowenen, nicht für die ganze Welt, und überzeugt eben darum auch die Leser und Leserinnen draußen. Was man dann nicht versteht, erklärt der kongeniale Übersetzer Klaus Detlef Olof in unaufdringlichen Anmerkungen.“
- Andrej Blatnik, Platz der Befreiung. Roman. (a. d. Slowen. v. Klaus Detlef Olof; Folio)