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Umgeblättert heute: „Ein knallbuntes Bilderbuch macht Philosophie zu einem großen, frechen Spaß“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

„Einer Geste ewige Wiederkehr“: Ziemlich alte Angewohnheit von hoher sozialer Bedeutung: Ella Al-Shamahi schreibt eine Geschichte des Handschlags. „Für Al-Shamahi ist der Handschlag viel mehr als nur der bekannteste Begrüßungsritus des Westens, nämlich ein kulturelles und auch biologisches Phänomen, ohne das die menschliche Geschichte anders verlaufen wäre.“

  • Ella Al-Shamahi, Der Handschlag. Die neue Geschichte einer großen Geste. (aus dem Englischen von Violeta Topalova; HarperCollins Verlag)

„Zweiundzwanzig Buchstaben als Wettbewerbsvorteil“: Mitspieler unter Weltsprachen: Holger Gzella führt durch die lange Geschichte des Aramäischen. „Mit seiner fast dreitausendjährigen Geschichte erweist sich das Aramäische, dem diese Darstellung gewidmet ist, als eine der langlebigsten Sprachen der Welt.“

  • Holger Gzella, Aramäisch. Weltsprache des Altertums. (C. H. Beck Verlag;  Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung)

„Vergessene Anstöße“: Gesellschaften der Kolonien verstehen: George Steinmetz erinnert an eine unterbelichtete Facette der Geschichte der Soziologie. „Nach seiner profunden Studie wird man die Bedeutung des Kolonialismus für die modernen Sozialwissenschaften jedenfalls nicht mehr ignorieren können.“

  • George Steinmetz, The Colonial Origins of Modern Social Thought. French Sociology and the Overseas Empire. (Princeton University Press)

„‚Anwesenheit ist alles’“: 90 Jahre nach der Bücherverbrennung erscheint Jürgen Serkes legendärer Reportageband Die verbrannten Dichter neu. Ein Gespräch über seine Begegnungen mit verfemten Literaten.

Kinder- & Jugendbuch

„Da sitzt kein Nashorn“: Ein knallbuntes Bilderbuch macht Philosophie zu einem großen, frechen Spaß. „Philosophie für Kinder – das klingt erstmal nach pädagogischem Zeigefinger. Das Bilderbuch Ludwig und das Nashorn von Noemi Schneider beweist gerade das Gegenteil.“

  • Noemi Schneider, Ludwig und das Nashorn. (mit Illustrationen von Golden Cosmos; NordSüd Verlag)

„Pieps und hopp“: Das charmante Dreh-Bilderbuch Pips fliegt über kindlichen Mut. „Ein bisschen schwirrt einem der Kopf beim Blättern, drehen und lesen, das schon. Aber wahrscheinlich nur den Eltern. Kinder haben nicht nur irren Mut. Ihnen wird auch viel später schwindelig.“

  • Corey R. Tabor, Pips fliegt (Thienemann)

„Sag niemals ‚Pustekuchen’“: Der neue Kinderroman von Saša Stanišić erzählt von Mobbing und Selbstermächtigung. Vor allem ist Wolf ein Loblied aufs Anderssein. „Mobbing-, Ferien-, Freundschaftsgeschichte, eine Geschichte vom Ausgrenzen und Zusammenhalten, von Mutlosigkeit, Mut, Wut, Veränderung, Selbstermächtigung und von einer großen, kostbaren Erkenntnis: Andersiger wird man gemacht, anders, mithin eigen sein, selbst sein, sollte man unbedingt wollen.“

  • Saša Stanišić, Wolf. (mit Bildern von Regina Kehn; Carlsen Verlag)

„Die Klassenlotterie“: Der Fantasy-Roman Unten spielt in einem Hochhaus mit einer besonders strengen Hausordnung. „Ilisch hat einen richtig spannenden Roman geschrieben, der jede Menge Stoff zum Nachdenken bietet, vielleicht sogar zum Diskutieren.“

  • Maja Ilisch, Unten. (Dressler Verlag)

„An die Bauzäune der Zukunft gemalt“: Theorie des Regens, ein Band mit Notizen von Ralf Rothmann, ist eine Einladung. „Fünfzig Jahre lang hat Rothmann Notizen gemacht, die sich in seinen Romanen nicht verarbeiten ließen, und nun erweist sich der Sinn solcher Widerspenstigkeit: der Autor hat die geheime Rebellion gegen die Welt, die er vorfand, in eine Einladung an die Leserschaft verwandelt; er hat Lücken gelassen als Gesprächsangebot.“

  • Ralf Rothmann, Theorie des Regens. Notizen. (Suhrkamp)

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