Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
„Zeitreisezeit“: Stephanie Bart, Ilija Trojanow und Deniz Utlu haben bemerkenswerte Romane geschrieben, die in diesem Bücherherbst für Zukunft stehen, indem sie die Vergangenheit aufsuchen.
- Ilja Trojanow, Tausend und ein Morgen (S. Fischer)
- Stephanie Bart, Erzählung zur Sache (Secession)
- Deniz Utlu, Vaters Meer (Suhrkamp)
„Verwirrspiele der Selbstdarstellung“: Am Text von Pascal Bonafoux bleibt man zwar nicht gerade hängen: Aber die von ihm versammelten Selbstporträts Pablo Picassos ergeben einen überaus anregenden Band. „Am besten hält man sich an den mehr als hundert Seiten umfassenden Bildteil dieser Publikation, den Lothar Schirmer in der hohen Qualität gedruckt hat, für die sein Verlag bekannt ist.“
- Pascal Bonafoux, Picasso über Picasso. Selbstportraits 1894– 1972. (aus dem Französischen von Michaela Angermair und Sibylle Notteboom; Schirmer/Mosel Verlag)
„Die Tanten nicht zuletzt sollen es zu schätzen wissen“: Seine Forschungen zeigten die Spätantike in neuem Licht: Der Historiker Peter Brown blickt zurück auf seinen intellektuellen Weg. „Browns Bücher haben einen unverkennbaren Charakter: Er geht von einzelnen Personen und Praktiken aus, die moderne Betrachter irritieren, die der Historiker aber zu verstehen lehrt.“
- Peter Brown, Journeys of the Mind. A Life in History. (Princeton University Press)#
„Nie mehr ohne Torte“: Wortlos macht er uns sprachlos: Zum neunzigsten Geburtstag des niederländischen BilderbuchiIllustrators Thé Tjong-Khing. „Das schönste Geburtstagsgeschenk hat er nicht sich, sondern uns gemacht, und der Titel passt auch dazu: Gerade ist Torte für alle! in Deutschland erschienen, das neue Bilderbuch von Thé Tjong-Khing. Damit hat er die vor neunzehn Jahren begonnene Erfolgsserie seiner „Torten“-Geschichten um die mittlerweile fünfte Folge erweitert. (…) Heute wird Thé Tjong-Khing neunzig. Gewiss nicht ohne Kuchen. Verjaardag met taart hieß schon 2010 die dritte Folge seines persönlichsten Werks – Geburtstag mit Torte.“
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heute nichts
„Dass das so blöd endet“: Nela Rywikovás übervoller Kriminalroman Kinder der Wut. „Stimmungsvoll, aber nicht das blutige Grauen zu sehr ausbreitend, so erzählt die Autorin. (…) Kinder der Wut begibt sich auf Umwege. Bisweilen macht das den Roman etwas unübersichtlich, da man Figuren zwischendurch komplett aus den Augen verliert. Aber meist bringen sie sich durch ihre Eigenheiten und ihr Schicksal in Erinnerung, von dem Rywiková mit trockener, einnehmender Lakonie erzählt (…).“
- Nela Rywiková, Kinder der Wut. (a. d. Tschech. v. Christina Frankenberg; Mitteldeutscher Verlag)