Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
„Von Pest und Bankenkoller“: Umberto Eco könnte stolz auf diesen Verehrer sein: Dirk Schümer führt mit seinem neuen Roman Die schwarze Lilie ins Florenz der Frührenaissance.
- Dirk Schümer, Die schwarze Lilie. Roman. (Zsolnay Verlag)
„Wenn die Vernunft Fragen stellt, die sie nicht beantworten kann“: Je schwieriger, desto interessanter: Marcus Willaschek führt kundig und elegant durch alle wichtigen Themenfelder im Werk Immanuel Kants. „Man muss bewundern, wie sehr sich Willascheks Darstellung einem durch jahrzehntelange Forschung ausgebildeten Expertentum verdankt, wobei der Detailreichtum und die erreichte Reflexionstiefe an keiner Stelle einer eleganten Darstellung im Weg stehen. Der gebotene Panoramablick auf das umfangreiche und thematisch weitverzweigte Werk Kants ist eine Glanzleistung, von der auch jene profitieren werden, die mit Kants Werk nicht ganz unvertraut sind.“
- Marcus Willaschek, Kant. Die Revolution des Denkens. (C. H. Beck Verlag)
„Im anderen Aggregatzustand“: Olga Martynova stellt sich mit ihrem neuen Buch Gespräch über die Trauer in eine große literarische Tradition. „So haben wir es mit einem durch und durch komponierten und arrangierten Trauerbuch zu tun, einem durchgearbeiteten Werk, das aber, auch wenn es nicht rein aus dem Affekt heraus geschrieben wurde, ganz und gar authentisch ist und unmittelbar wirkt. Es zeigt, dass die Erfahrung von Trauer und Verlust der Verbindung von Emotionalität, Beobachtungsgabe und philosophischer Einsicht nicht im Weg steht; im Gegenteil scheint sie diese noch zu befördern.“
- Olga Martynova, Gespräch über die Trauer. (Verlag S. Fischer)
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„’Jeder Fehler hat einen höheren Preis’“: Wie betreibt man im Krieg einen Buchverlag – und was wollen die Menschen lesen? Ein Gespräch mit der ukrainischen Verlegerin Julia Orlowa.
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„Lebenslügen, private und politische“: Melba Escobar erzählt in ihrem starken Roman Die Mutter von der zermürbenden Gewalt in Kolumbien. „Melba Escobars Roman Die Mutter erzählt klug von enttäuschten Erwartungen und den Fallstricken einer übereilt geschlossenen Ehe, von den Freuden und der Last einer allein getragenen Elternschaft, von Lebenslügen und falschen Entscheidungen. Und: Er erzählt von der Gewalt in dem südamerikanischen Land, das auch nach dem Friedensschluss zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillagruppe Farc/EP im Jahr 2016 nicht zur Ruhe kommt.“
- Melba Escobar, Die Mutter. Roman. (a. d. Span. v. Sybille Martin; Heyne)