Aus 150 Einreichungen hat die Nominierungskommission für den NDR Sachbuchpreis 10 Titel für die Longlist 2023 ausgewählt. Die ausgewählten Sachbücher behandeln Klima- und Umweltfragen, Wirtschaftspolitik, Künstliche Intelligenz, soziale Ungleichheit, Protestkultur und Demokratie-verständnis bis hin zur Erforschung von Krieg und Gewaltphänomenen.
Am 1. November wird eines dieser Sachbücher als das beste in deutscher Sprache verfasste Sachbuch des Jahres ausgezeichnet. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.
Diese Titel haben es auf die Longlist geschafft:
Joachim Bauer: Realitätsverlust. Wie KI und virtuelle Welten von uns Besitz ergreifen und die Menschlichkeit bedrohen
Teresa Bücker: Alle Zeit. Eine Frage von Macht und Freiheit
Claudia Kemfert: Schockwellen. Letzte Chance für sichere Energien und Frieden
Wolfgang Kraushaar: Keine falsche Toleranz! Warum sich die Demokratie stärker als bisher zur Wehr setzen muss
Hanno Sauer: Moral. Die Erfindung von Gut und Böse
Martin Schulze Wessel: Der Fluch des Imperiums. Die Ukraine, Polen und der Irrweg in der russischen Geschichte
Adam Soboczynski: Traumland. Der Westen, der Osten und ich
Michael Thumann: Revanche. Wie Putin das bedrohlichste Regime der Welt geschaffen hat
Eva von Redecker: Bleibefreiheit
Susanne Weigelin-Schwiedrzik: China und die Neuordnung der Welt
Aus dieser Longlist wählt die Preisjury drei Finalisten für ihre Shortlist aus. Bewertet werden die Titel nach den Kriterien Relevanz, Originalität, Lesbarkeit und nachhaltige Wirkung. Die Shortlist wird Ende Oktober bekannt gegeben.
Verantwortlich für die Auswahl der Longlist ist die Nominierungskommission um Dr. Ulrich Kühn, der den Bereich Kunst und Kulturjournalismus im NDR Programmbereich Kultur verantwortet. „Die Longlist ist das Ergebnis leidenschaftlichen Diskutierens in blendender Atmosphäre. Unterm Strich zeigt diese Auswahl, dass Gesellschafts- und Weltordnung hochgradig in Bewegung und unter Druck sind – und dass das quicklebendige Sachbuch ganz verschiedene Wege findet, sich diesen Zukunftsfragen anzunähern.“