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Shortlist für die neue Reiseliteratur-Auszeichnung Ilse-Schwepcke-Preis 2025 steht fest

Die Finalistinnen für den erstmals zu vergebenen Ilse-Schwepcke-Preis stehen fest. Der Preis zeichnet eine deutschsprachige und parallel eine englischsprachige Neuerscheinung weiblicher Reiseliteratur aus. Er ist mit 6.000 Euro bzw. 5.000 Pfund dotiert.

Die Jury für den deutschsprachigen Raum hat vier Bücher nominiert:

Maike Albath, Bitteres Blau (Berenberg Verlag)
Regina Hilber, Am Rande (Theodor Kramer Gesellschaft)
Millay Hyatt, Nachtzugtage (Friedenauer Presse)
Birgit Lutz, Mein Spitzbergen (mareverlag)

„Wie reisen wir wohin? Worauf fällt unser Blick beim Reisen? Wie nähern wir uns historisch-politisch aufgewühlten Zonen? Welche sprachlichen Räume durchmessen wir, wenn wir davon erzählen? Wie problematisch ist das Reisen heute, wo Klimawandel, Grenzkontrollen und Kriege den Bewegungsradius einzuschränken drohen? Diese Gedanken haben uns in der Jury-Diskussion geleitet. Vier herausragende Reiseschilderungen von großer sprachlicher Schönheit versammelt die Shortlist. Sie führen uns in ein bitter blaues Neapel, das von Autorinnen und Autoren so wandelbar und facettenreich erschrieben wurde, wie es der literarische Einfallsreichtum hergibt, und erinnern daran, dass Reisen immer auch im Kopf stattfinden. Sie veranschaulichen uns in der Mitte Europas, zwischen Triest, Ostbrandenburg, Lwiw und Czernowitz, dass eine Reise scheitern kann, die Fremde fremd bleibt und respektvoller Abstand angemessen. Sie nehmen uns mit ins Glück des langsamen Reisens auf abenteuerlichen Bahnstrecken nach Edinburgh, Tunis, Belgrad, Istanbul und Tiflis und erzählen von Mühsal und Reichtum des Zugfahrens und dem Irrsinn von Grenzkontrollen. Und schließlich führen sie in den eisigen Norden, in Gegenwart und Geschichte der Landschaft Spitzbergens, wo Schönheit und Fragilität vom Verschwinden künden und deutlich wird, dass Reiseschilderungen heute auch als Versuche des Bewahrens verstanden werden müssen“, so die Begründung der Jury für die deutschsprachigen Titel.

Der Jury gehören die Schriftstellerin Antje Rávik Strubel, die Gründerin der Buchhandlung Weltenleser in Frankfurt am Main, Maria Klöcker, sowie die Journalistin Martina Wimmer, die u. a. für Merian und mare arbeitet, an.

Auch für den parallel an eine englischsprachige Reiseschriftstellerin zu vergebenden Ilse-Schwepcke-Preis 2025 wurden vier Titel nominiert:

Viv Groskop, One Ukrainian Summer (Ithaka Press)
Kapka Kassabova, Anima (Penguin Books)
Ursula Martin, One Woman Walks Europe (Honno Press)
Victoria Whitworth, Dust and Pomegranates (Apollo)

Der Jury für den Preis, der an eine englischsprachige Reiseschriftstellerin vergeben wird, gehören die Schriftstellerin Helena Attlee, die Buchhändlerin Arabella von Friesen und die Autorin Stephanie Yeboah an.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Frankfurter Buchmesse am 17. Oktober um 17.30 Uhr auf der Leseinsel der unabhängigen Verlage (Halle 3.1 C105) statt.

Barbara Schwepcke und Karl-Burkhard Haus, zwei nahe Verwandte, die den Preis initiiert haben, erinnern mit ihm an die engagierte Verlegerin und Herausgeberin der Reihe „The Armchair Traveller“ im Verlag Haus Publishing, London.

Weitere Informationen unter: https://www.ilseschwepckepreis.de/

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