
Der Bremer Literaturpreis 2026 geht an den Autor Heinz Strunk. Er erhält die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen Erzählband „Kein Geld Kein Glück Kein Sprit“. In den Erzählungen erkunde Heinz Strunk in radikaler Weise die Fragilität und die Vergänglichkeit des Lebens, heißt es in der Begründung der Jury. Der Band ist im Rowohlt Verlag erschienen.
Kaleb Erdmann erhält für seinen Roman „Die Ausweichschule“ (Ullstein) zugleich den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2026. In dem Buch setzt sich der Autor mit dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium auseinander. Das Buch war auch für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert. Der mit 6.000 Euro dotierte Förderpreis wird seit 2025 von Deutschlandfunk Kultur finanziert. Zur Begründung erklärte die Jury u.a.: „Indem er das Autobiografische transzendiert und Voyeurismus, Traumata sowie die moralischen Grenzen des Erzählens selbst reflektiert, macht Erdmann ein schmerzhaftes Thema mit großer Sorgfalt und literarischer Sensibilität zugänglich.“

Der Bremer Literaturpreis gilt als einer der ältesten Preise für deutschsprachige Literatur. Er wurde erstmals 1954 vergeben und wurde 1977 durch einen Förderpreis ergänzt. Die Preisverleihung findet am 26. Januar 2026 statt.