
Die Nürnberger Spielwarenmesse feierte vom 27. bis 31. Januar ihr 75. Jubiläum mit 2.313 Aussteller:innen aus 68 Ländern. Rund 58.900 Besucherinnen und Besucher (+2,5%) aus 121 Nationen informierten sich über Trends, Innovationen und nutzten die neuen Formate und Networking-Möglichkeiten.
Welche Trends waren zentral?
Schon im Vorfeld der Messe machten die Veranstalter:innen „AI Loves (to) Play“ und „Creative Mindfulness“ als zentrale Trends aus. Konkret bedeutet das, dass Künstlische Intelligenz und das bewusste Erleben von Kreativität und Handwerk Einzug in die Kinderzimmer halten. Beispiele für Produkte dieser Kategorien hat die Messe u.a. in dieser Pressemeldung zusammengetragen. Außerdem halte der Trend „Toys for Kidults“ weiter an also der spielender Erwachsener.
Auch die verliehenen ToyAwards sollen für Orientierung im Kinder-Nonbook dienen. Sie gingen 2026 an folgende Kandidat:innen:
- Kategorie Baby & Infant: My First Tonies (Tonies)
- Kategorie PreSchool: Das Spiel Der Berg ruft von Auzou jeux/Hutter Trade
- Kategorie School Kids: Temple Twist (Franckh Kosmos)
- Kategorie Teenager & Adults: CluePuzzle – The Wonderbox of Alice (iDventure)
- Kategorie Startup: Beaver Edu Construction Kit (Beaver Edu SAL)
- Kategorie Sustainability: Arches (Waytoplay Toys)
Die Stimmung in der Branche sei trotz der aktuellen geopolitischen Rahmenbedingungen optimistisch gewesen. 93% der Aussteller:innen – und damit 3% mehr als im Vorjahr – zeigten sich mit ihrer Teilnahme zufrieden. Zu den Top-10-Besucherländern zählten nach wie vor die USA. Asien konnte mit China und Hongkong im Ranking sogar überproportional zulegen, da keine Überschneidung mit dem Chinese New Year bestand. Darüber hinaus verzeichneten Mexiko und die Türkei Wachstum. In wichtigen europäischen Märkten stiegen die Zahlen u. a. in Großbritannien und Frankreich. Die bereits im letzten Jahr angestiegenen Besucher:innenzahlen aus Deutschland seien auf diesem Niveau geblieben.
Die Spielwarenmesse beweise damit auch ihre Relevanz des Lizenzgeschäfts. „Das sehen wir nicht nur auf den Ausstellungsflächen, sondern auch in der LicenseLounge und unserem benachbarten Licensing International Stand, die sich zur Homebase der Lizenz-Branche auf der Messe entwickelt haben“, betont Petra Strobl von Licensing International Germany. Und auf der Game Inventors Convention waren der erstmals internationale Spiele-Organisationen vertreten.

Neben inhaltlichen Impulsen habe die Messe auch Maßstäbe in der zunehmenden Vernetzung der Teilnehmenden gesetzt. „Die Spielwarenmesse ist die beste Networking-Möglichkeit für die gesamte Spielwarenbranche“, sagte etwa Lucca Liv von Unique Baby aus Dänemark. Die exklusive ToyNight vereinte alle Aussteller:innen unter dem Motto „Welcome to the Future“, während die RedNight am Donnerstag für ausgelassene Stimmung in den Messehallen sorgte.
90% der Unternehmen planten, vom 2. bis 6. Februar 2027 in Nürnberg erneut auszustellen.