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Connecting the Dots: Neuer Audioverlag und Podcast will Zusammenhänge sichtbar machen

Chris Kling und Jörg Peters (Foto: Connecting the Dots)
Chris Kling und Jörg Peters (Foto: Connecting the Dots)

Connecting the Dots heißt der neu gegründete unabhängige Audioverlag von Chris Kling und Jörg Peters. Der Ansatz der beiden Audio-Experten: Sie wollen gesellschaftlich relevante, politische und persönliche Stoffe vertonen und damit Stimmen hörbar machen, die unsere Gegenwart erklären, hinterfragen und verändern wollen.

„Der programmatische Anspruch von Connecting the Dots liegt darin, Zusammenhänge hörbar zu machen – zwischen individuellen Erfahrungen und gesellschaftlichen Entwicklungen, zwischen politischen Systemen und persönlicher Lebensrealität“, erläutern sie ihr Ziel. Audio soll dabei nicht als Zweitverwertung verstanden werden, sondern als eigenständiges erzählerisches Medium, in dem Stimme, Interpretation und Dramaturgie Teil der inhaltlichen Aussage sind.

Jörg Peters ist ein erfahrener Digital- und Audiostratege mit über 15 Jahren Expertise in Streaming, Marketing und Publishing. Seit 2022 leitet er Gould Finch Audio, einen technologiegetriebenen Hörbuchverlag, der sowohl ausgewählte Selfpublishing-Autor:innenen als auch Spitzentitel von Großverlagen veröffentlicht. Seine Erfahrung in digitaler Distribution und Content-Strategie bringe er in die Entwicklung innovativer Audio-Publishing-Lösungen ein.

Chris Kling ist Gründer der Klangkantine Studios, Klangkantine Audiobooks und des Audio-Tech-Unternehmens Narrafix. Als studierter Ethnologe und Politikwissenschaftler interessiert er sich besonders für gesellschaftliche Narrative, Machtstrukturen und kulturelle Perspektiven. Diese inhaltliche Haltung präge seine Arbeit ebenso wie seine langjährige Erfahrung in der Entwicklung neuer Audioformate und Produktionsprozesse.

„Mit Connecting the Dots wollen wir Audio nutzen, um Themen Raum zu geben, die nicht neutral konsumiert werden sollten“, sagt Jörg Peters. „Es geht um Stoffe, die Einordnung brauchen – und um Stimmen, die Verantwortung für ihre Wirkung übernehmen.“ Auch für Chris Kling steht nicht das Produkt, sondern die Aussage im Vordergrund: „Mich reizen Formate, die auf der Ebene der Haltung und des Inhalts funktionieren. Connecting the Dots ist ein Projekt, bei dem Leidenschaft, Neugier und gesellschaftliche Relevanz der Ausgangspunkt sind.“

Das Frühjahrsprogramm von Connecting the Dots vereint sieben Audiotitel, die persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher und politischer Analyse verbinden. Darunter sind neue Perspektiven auf Erziehung und Bildung vom Kinderarzt Herbert Renz-Polster (Auf die Flügel kommt es an) und vom langjährigen Schulleiter und Bildungsreformer Stefan Ruppaner (Das könnte Schule machen), ebenso wie politische Positionierungen des Journalisten und Moderators Michel Abdollahi (Es ist unser Land) und der dystopische Zukunftsentwurf des Juristen Bijan Moini (2033). Ergänzt wird das Programm durch die autobiografische Auseinandersetzung mit toxischen Beziehungen von Franziska Hohmann (Gut, dass du nicht mehr da bist), den reflektierten Blick auf Vergebung und Erinnerung von Lysa TerKeurst (Vergib, was du nicht vergessen kannst) sowie die persönliche, journalistisch geprägte Erzählung der Reisejournalistin Tamina Kallert (Die Füße im Sand, die Nase im Wind).

Ergänzt wird der Verlag durch den gleichnamigen Podcast. Dort werden Autor:innen, Themen und Perspektiven miteinander ins Gespräch gebracht. So entstehe ein inhaltliches Ökosystem aus Audiotiteln und Gesprächen, das Verbindungen sichtbar mache und Connecting the Dots zwischen Verlag, Produktionshaus und gesellschaftlichem Denkraum positioniere.

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