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Thieme Management Award 2025 geht an Reinhard Nieper und Gründerduo von Famedly

Ein Preis mit Tradition, der Innovationen im Gesundheitswesen würdigt und sichtbar macht: Thieme hat in Berlin erneut den Thieme Management Award 2025 verliehen. Reinhard Nieper, Vorsitzender der Geschäftsführung der BG Kliniken, ist der frisch gekürte „Manager des Jahres“. Mit seinem strategischen Weitblick prägte er den Aufbau eines der größten Klinikverbünde Deutschlands maßgeblich mit. Der Preis „Senkrechtstarter“ geht in diesem Jahr an Dr. Niklas Zender und Dr. Phillipp Kurtz, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens Famedly. Mit ihrem TI-Messenger haben sie einen neuen Standard für sichere digitale Kommunikation im Gesundheitswesen gesetzt. Die Verleihung der Preise fand am 12. Februar 2026 im Rahmen der exklusiven Gala des „Club der Gesundheitswirtschaft“ (cdgw) im Wasserwerk in Berlin statt.

„Manager des Jahres“ Reinhard Nieper steht wie kaum ein anderer für den erfolgreichen Aufbau und die strategische Weiterentwicklung komplexer Strukturen im Gesundheitswesen. Als Vorsitzender der Geschäftsführung der BG Kliniken prägte er die Konzerngründung eines der größten Klinikverbünde Deutschlands entscheidend mit. 13 Einrichtungen führte er erfolgreich zu einem Verbund zusammen – ein in dieser Größenordnung bislang einzigartiges Projekt. Dank seiner wirtschaftlichen und sozialen Kompetenz steht der Klinikverbund 10 Jahre nach seiner Gründung zukunftsfest da.

In seiner Arbeit setzt er auf tragfähige Kooperationen: Unter seiner Führung vertieften die BG Kliniken die Zusammenarbeit mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr. Gemeinsame Übungen, Versorgungskonzepte und Fortbildungen wurden etabliert, um Schwerverletzte auch in Krisensituationen gut und schnell zu behandeln. Die komplexe stationäre Rehabilitation in den BG Kliniken ist dabei für verletzte Soldat*innen und weitere Einsatzkräfte ein zentraler Baustein einer robusten Versorgungskette von der Akutmedizin bis zur Rehabilitation.

Auch die Zusammenarbeit mit Universitätskliniken treibt Reinhard Nieper gezielt voran. Ziel ist es, bestehende medizinische Expertise intelligent zu vernetzen und die Versorgung angesichts veränderter Krankheitsbilder und steigender Anforderungen langfristig gut aufzustellen.

Nieper selbst beschreibt seine Motivation so: „Ich empfinde es als echtes Privileg, als kleines Zahnrädchen mitwirken, mit der richtigen Idee und den richtigen Leuten etwas im Gesundheitswesen bewirken zu können.“

Das sagt die Jury: Reinhard Nieper überzeugt durch strategischen Weitblick und den konsequenten Ausbau krisenrelevanter Netzwerke. In seiner Amtszeit festigten die BG Kliniken ihre Position als fester Bestandteil der deutschen Sicherheits- und Gesundheitsinfrastruktur.

Er stärkte gezielt die Zusammenarbeit mit Universitätskliniken und baute die Kooperation mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr weiter aus – durch gemeinsame Übungen, Versorgungskonzepte und Fortbildungen: Verletzte Soldaten mit komplizierten und therapieintensiven Heilungsverläufen können die komplexe stationäre Reha der BG Kliniken in Anspruch nehmen. Damit hat Reinhard Nieper die Themen Zivilschutz und Versorgungsresilienz nachhaltig auf die gesundheitspolitische Agenda gesetzt.

Digitale Kommunikation neu gedacht: Dr. Niklas Zender und Dr. Phillipp Kurtz

Mit dem Senkrechtstarter-Preis zeichnet Thieme Dr. Niklas Zender und Dr. Phillipp Kurtz aus. Die beiden Mediziner gründeten 2019 in Berlin das Unternehmen Famedly mit dem Ziel, die digitale Kommunikation im Gesundheitswesen grundlegend zu verbessern. Ausgangspunkt war eine einfache Beobachtung aus dem Klinikalltag: Es fehlte an einer sicheren, datenschutzkonformen und zugleich alltagstauglichen Möglichkeit, sensible Gesundheitsdaten digital auszutauschen.

Mit dem von ihnen entwickelten TI-Messenger schufen Zender und Kurtz eine Lösung, die chatbasierte Kommunikation in Echtzeit ermöglicht und dabei höchste Datenschutzanforderungen erfüllt. Die Kommunikation ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt, die Daten verbleiben innerhalb einer souveränen Infrastruktur in Deutschland. Heute wird der Messenger in Krankenhäusern, Universitätskliniken, Apotheken, Praxen und Pflegediensten eingesetzt.

Famedly – das ist ein Kunstwort. Es setzt sich aus den englischen Worten family und medical zusammen. Dr. Phillipp Kurtz erklärt die Idee dahinter: „Der Name beschreibt unsere Idee einfach gut: die Gesundheitsbranche so eng zusammenzubringen wie eine Familie.“

Der Weg vom Arzt zum Unternehmer war für beide eine bewusste Entscheidung. Die Erfahrungen aus dem Klinikalltag machten deutlich, dass es an einer sicheren und zugleich praxistauglichen digitalen Infrastruktur fehlte. Heute sehen sich Zender und Kurtz als Unternehmer, die mit Famedly medizinische Teams im Alltag unterstützen und Prozesse spürbar erleichtern wollen.

Mit Blick auf die Weiterentwicklung des Produktes betont Dr. Niklas Zender:
„Unser Ziel ist es, digitale Kommunikation im Gesundheitswesen so einfach und sicher zu machen, dass sie im Arbeitsalltag selbstverständlich wird. Entscheidend dafür ist die nahtlose Integration in bestehende Primärsysteme.“

Famedly entwickelte sich in kurzer Zeit vom Start-up zum Marktführer im Bereich TI-Messenger. Internationale Projekte und weitere Markterschließungen sind bereits in Planung.

Das sagt die Jury

Dr. Niklas Zender und Dr. Phillipp Kurtz haben früh ein zentrales Defizit im Gesundheitswesen erkannt: fehlende sichere digitale Kommunikation. Auf Basis des Open-Source-Matrix-Protokolls entwickelten sie mit Famedly einen föderierten – also dezentral aufgebauten – Messenger und schufen damit gewissermaßen einen neuen Markt. Die beiden Mediziner überzeugen durch ihre klare Rollenverteilung, kluge Investorenentscheidungen, starke Überzeugungsarbeit bei Politik und Selbstverwaltung, erfolgreiche Großprojekte sowie ihre außergewöhnliche Ausdauer bei regulatorischen Hürden. Ihr Produkt denkt Kommunikation weiter und schafft die Grundlage für neue digitale Workflows im Gesundheitswesen.

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