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Vorgeblättert: Bücher und Autor:innen in der ZEIT und im Freitag

Welche Bücher werden in den aktuellen gedruckten Ausgaben der Wochenzeitungen Der Freitag und Die ZEIT besprochen?

Der Freitag Ausgabe 11:

8 Seiten Literatur zur Buchmesse

„Das W war der Endgegner“. Der Kulturjournalist David Hugendick verwandelt sein Stottern in Literatur: witzig, schmerzhaft und brillant
von Marlen Hobrack
Jetzt sag doch endlich was – David Hugendick. Ullstein 2026, 160 S., 21,99 €

Fremde Pianistin. Helene Bukowski rekonstruiert in ihrem für den Preis der Buchmesse nominierten Roman das kurze Leben einer DDR-Klavierspielerin.
von Marlen Hobrack
Wer möchte nicht im Leben bleiben? – Helene Bukowski. Claassen 2026, 384 S., 24 €

Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Dirk Bernemanns Dorfroman spiegelt die gesellschaftlichen Spannungen unserer Zeit.
von Erika Thomalla
Gromzell – Dirk Bernemann. Edition W 2026, 173 S., 24 €

Ganz schön verhext! Manifeste gibt es genügend – aber Romane, die auch in ihrer Form rebellisch sind, muss man suchen. Hier ist einer.
von Björn Hayer
Iris – Laura Freudenthaler. Jung und Jung 2026, 176 S., 24 €

„Du hast nur dieses Leben“. Peggy Mädler findet große Fragen im Kleinen einer Datschensiedlung – kurz vor und nach der Wiedervereinigung.
von Irmtraud Gutschke
Selbstregulierung des Herzens – Peggy Mädler. Galiani 2026, 304 S., 23 €

Eine wahnsinnige Liebe. Lena Gorelik collagiert Erzählungen von Mutterschaft mit ihrer persönlichen und spürt dieser hochkomplexen Beziehung nach.
von Anna Raab
Alle meine Mütter – Lena Gorelik. Rowohlt 2026, 272 S., 24 €

Im Gespräch .„Die SS-Taten meines Großvaters sind nicht verjährt“. In ihrem neuen Buch erforscht Judith Hermann die Nazi-Vergangenheit ihres Opas.
Michael Hametner führte das Gespräch
Ich möchte zurückgehen in der Zeit – Judith Hermann. S. Fischer, 160 S., 23 €

Zwischen Fußnote und Farce. Der italienische Autor Dario Ferrari lässt in „Die Pause ist vorbei“ einen spätberufenen Akademiker durch die Prüfungen eines maroden Systems taumeln.
von Erhard Schütz
Die Pause ist vorbei – Dario Ferrari. Christiane Pöhlmann (Übers.), Wagenbach 2026, 352 S., 26

Die letzten Tage von Alexandria. Bestsellerautor Alaa al-Aswani beschreibt, wie Nationalismus und Misstrauen eine ganze Stadt verstummen lassen.
von Alexandra Senfft
Die Bäume streifen durch Alexandria – Alaa al-Aswani. Markus Lemke (Übers.), Hanser 2025, 448 S., 30 €

Zum Leben verdammt. Hendrik Otrembas „Der Gräber“ ist ein kompromissloser und bildmächtiger Roman über den letzten Menschen.
von Thomas Hummitzsch
Der Gräber – Hendrik Otremba. März Verlag 2026, 274 S., 24 €

Syrakus, Sonne, Sternenstaub. Unsere Expertin Beate Tröger stellt uns neue zeitgenössische Lyrik vor. Es geht darin um Himmel und Erde, Haut und Fleisch – und Eidechsen aus Bronze.
Gestirne – Alexander Schnickmann. Matthes & Seitz 2026, 98 S., 20 €
Moos und Trompeten – Theresa Klesper. Ginsterpress 2026, 80 S., 13 €
Die besseren Nächte – Joachim Sartorius. Kiepenheuer &Witsch 2026, 80 S., 22 €
Alle belebten Dinge halten den Atem an – Charlotte Mew. Wiebke Meier (Übers.), C.H. Beck 2026, 176 S., 22 €

Die ZEIT Ausgabe 12

Literatur Spezial zur Leipziger Buchmesse

Diese rebellischen Herzen

In Talkshows und auf den Bühnen des Landes wehrt sich Lukas Rietzschel gegen die Abgesänge auf den Osten. In seinem neuen Roman erzählt der junge Schriftsteller von der DDR – und zeigt, wie sie die Menschen noch in unserer Gegenwart prägt VON ADAM SOBOCZYNSKI
Lukas Rietzschel: Sanditz. Roman; dtv, München 2026; 480 S., 26,– €

Nicht schlecht, Feinde zu haben

Grandios lustig: Dana von Suffrin hat einen Roman über jede toxische Beziehung geschrieben, die es jemals gab VON MAJA BECKERS
Dana von Suffrin: Toxibaby. Roman; Kiepenheuer & Witsch, Köln 2026; 240 S., 23,– €

»Die Liebe ist eine Bedrohung«

Vor 20 Jahren erschien Roberto Savianos Buch »Gomorrha«. Jetzt hat er einen Roman über die Mafia geschrieben. Ein Gespräch über sein neues Werk, Meloni und Putin (Gespräch führt Ronald Düker)
Roberto Saviano: Meine Liebe stirbt nicht. A.d. Ital. Von A. Leube und W. H. Leube; Hanser, München 2026, 400 S., 26,– €

Klüger einsam sein

Plötzlich ist ein uraltes Gefühl wieder da: die Einsamkeit. Ist daran die Gesellschaft schuld oder unsere neue
Empfindsamkeit? Maike Luhmann erklärt jetzt, warum die Diagnose oft gar nicht stimmt VON JENS JESSEN
Maike Luhmann: Einsamkeit Warum sie uns alle betrifft; S. Fischer, Frankfurt 2026; 336 S., 24,– €
Daniel Haas: Einsamsein Eine Befreiungsgeschichte; Goldmann, München 2026; 224 S., 22,– €

Sie werden bleiben

Zwei Debüts ragen in diesem Frühjahr heraus: Die betörenden Romane von David Vajda und Son Lewandowski VON DAVID HUGENDICK
David Vajda: Diamanten Roman; Hanser Berlin, Berlin 2026; 176 S.,23,– €
Son Lewandowski: Die Routinen Roman; Klett-Cotta, Stuttgart 2026; 272 S., 25,– €

»Er möchte als Geist zurückkehren«

Knapp ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes Paul Auster hat sie ein Buch über die Trauer und die Liebe geschrieben. Ein Besuch bei der Schriftstellerin Siri Hustvedt in New York VON VOLKER WEIDERMANN
Siri Hustvedt: Ghost Stories. Ein Buch der Erinnerung; a. d. Engl. von Uli Aumüller u.
Grete Osterwald; Rowohlt, Hamburg 2026; 400 S., 25,– €

Der Sprung aus dem Fenster:

Helene Bukowski renoviert in ihrem neuen Buch die dokumentarische Literatur. Von Jolinde Hüchtker
Wer möchte nicht im Leben bleiben. Roman; Claassen, Berlin 2026; 384 S., 24,– €

Also, Bescheidenheit ist nicht sein Problem

Hans Ulrich Gumbrecht zählt heute zu den einflussreichsten transatlantischen Intellektuellen. Jetzt hat er mit »Sepp« seine Autobiografie geschrieben VON ALEXANDER CAMMANN
Hans Ulrich Gumbrecht: Sepp. Mein Leben auf Halbdistanz; Suhrkamp, Berlin 2026; 493 S., 30,– €

Ehebrecherinnen haben mehr Spaß

Zwischen Sex, Macht und Gerüchten: Wer war Messalina wirklich? Die junge Althistorikerin Honor Cargill-Martin verteidigt virtuos die römische Skandalkaiserin VON MELANIE MÖLLER
Honor Cargill- Martin: Messalina. Intrigen, Macht und Orgien im antiken Rom; a. d. Engl. v. M. u. U. Bischoff; C. H. Beck, München 2026; 459 S., 34,– €

»Es gab sehr lange Nächte in meinem Leben«

Kaum eine hat das Showgeschäft so exzessiv durchlebt wie die Schauspielerin Liza Minnelli. Nun legt sie zu ihrem 80. Geburtstag ihre Autobiografie vor und erzählt der ZEIT von ihren größten Erfolgen und ihrem absoluten Tiefpunkt VON TIMO POSSELT
Liza Minnelli/ Michael Feinstein: Liza. Kids, Wait Till You Hear This! Heyne, München 2026; 528 S., 26,– €

„Ihr Feminismus ist komplex“

Taylor Swift ist momentan die Allergrößte, weltweit. Jetzt wird die Sängerin auch noch von einer Harvard-Professorin hymnisch analysiert. Da hätten wir dann doch ein paar Fragen an den Swiftie Stephanie Burt (Im Gespräch mit Berit Dießelkämper)
Stephanie Burt: Taylor’s Version. A. d. Engl. v. Anja Kauß; C. H. Beck, München 2026;
364 S., 28,– €

Kann ein Paparazzo höflich sein?

Fred Steins Bilder sind weltberühmt. Jetzt lernen wir auch den Mann hinter der Kamera kennen. Und seine Methoden VON CORNELIUS POLLMER
Daniel Siemens: Der Fotograf Fred Stein. Ch. Links, Berlin 2026; 336 S., 28,– €

Es ist, was es ist

Thomas Hettche erkundet in seinem Roman das Lieben. Und er verrät uns tatsächlich, worauf es dabei ankommt VON IJOMA MANGOLD
Thomas Hettche: Liebe. Hanser, Köln 2026; 176 S., 22,– €

Der Verleger der Stunde

Schon seit 1979 betreibt Klaus Bittermann die Edition Tiamat, doch jetzt boomt sein Kreuzberger Kleinverlag so richtig. Denn hier wird furchtlos aktueller Antisemitismus seziert VON KATHARINA TEUTSCH

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