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Der Messe-Mayer Leipzig 2026, Tag 5 von 5

Sonntag: CosPlay, Danke und Auf Wiedersehen

Liebe Freunde,

das war die „ungefähr 390. Leipziger Buchmesse“ (Martin Buhl-Wagner), oder, wie wir Zen-Meister offiziell zählen:

Es war die Leipziger Buchmesse.

Es war die Leipziger Buchmesse.

Zwei Themen haben diese Messe dominiert, und keines davon war Donau.

Obwohl – das zeitigt natürlich eher meine Ignoranz und nicht mangelnde Inhalte. Es gab 107 tolle Donauveranstaltungen vom Donauquiz bis zum Donaucomic, von Donaumusik bis Donauleckereien; von der Donaugeschichte über die Donauökologie bis hin zur Donauliteratur. Und das lobe und erwähne ich.

© Café Hüftgold, Bad Orb

Ich bitte alle Anrainer um Entschuldigung. Wo war ich? Ach ja, Zwei Themen haben alles dominiert:

Weimer und K-Pop.

Naja, K-Pop jetzt nicht im selben Ausmaß wie Wolle Weimer, aber die Handlungsreisenden legen mir K-Pop-Sachen hin, ein K-Pop-Film kriegt zwei Oscars und einen Welthit, und im Veranstaltungsprogramm fanden sich im Zielgruppenprogramm mindestens 30 % K-Pop-Anteil. Quelle: Selbst gezählt.

Graf Kpopzahl

„K-Pop Romance“ hatte ich groß als Schild an einem Verlagsstand gesehen und belustigt hier abgebildet!

Gut, ich will nicht übertreiben – das geht auch wieder weg.

Aber erst nach meinen CosPlay-Bericht.

Mit meinem Hotel war ich wieder sehr zufrieden. Ich war gerne wieder im Leipzig City Nord. Es ist klein, ohne Restaurant und hat sicher seine besten Zeiten hinter sich, aber es bietet Frühstück, ist allerbestens gelegen zwischen Nahversorgung, Apotheke, Imbiss und Öffi; es ist nur einen Katzensprung von Messe und Bahnhof entfernt, und das Personal ist freundlich und hilfsbereit.

Wie Karl Kraus sinngemäß sagte: Ich erwarte Infrastruktur. Gemütlich bin ich selber.

Außerdem arbeite ich gerne an einem Tisch, der aussieht, als hätte schon Leibnitz dran gesessen.

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(Sie können jetzt gerne vierzig Meter weiterscrollen, bis der ganze CosPlay-Quatsch vorbei ist. Ich baue zum Abbremsen ein Foto von Anna Schneider an den Schluss, dann merken Sie, dass wieder echte Personen kommen.),

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Was ist Kpop?

Einfacherweise wäre das Popmusik in koreanischer Sprache, aber da müssen wir Nordkorea schon großzügig ausklammern; und die geographische Musikzuschreibung ist für das Jugendphänomen Kpop in etwa so ausreichend wie „Liverpool“ auf die Frage, was man über die Beatles wissen müsse.

Kpop ist eine Richtung, ein Marketing, ein Fandom, ein Code, ein Style, eine Lebensart, der heißeste Scheiß, ein Signal- und Schlüsselwort, eine ästhetische Bubble, ein Peer-Group-Ding, eine Welle, ein little Soda Pop, ein Zug zum Aufspringen, aber Sie stehen ja am Bahnsteig und lassen sich von mir Altweißmann zulabern.

Weil ich so ein großer Fan von Kpop Demon Hunters bin, war ich natürlich gespannt, wieviel Huntrix wir auf dieser Messe sehen, wieviele Sajaboys. Und ich wurde nicht enttäuscht. Obwohl Rumis lila Zopf ein Hingucker (und eine große Hilfe beim Verkleiden) ist, war die freche Zoey aber die häufigste im Einzelkostüm.

Dass Teenager aller Formen und Größen ihre Liebslingsverkleidungen basteln und mit großer Körperpositivität tragen, findet meine allergößte Zustimmung und Unterstützung.

Rumi
Große Mira & kleine Rumi
Diese Mira muss noch an ihrer Pose arbeiten
Diese Rumi hat sogar einen kleinen Derpy dabei
Zoey und zwei Sajaboys
Jinu
Abby Saja und Baby Saja
Zoey im Golden-Outfit
Zoey im Zoey-Outfit
Zoey macht mal Pause und fotografiert Glinda aus Wicked
Bestes Gruppenposing, alles drin, nichts fehlt!

Sorry, das musste grad mal sein.

Ich hab’s meiner Tochter versprochen.

Restliches Cosplay

Jawohl, zurück zu den konventionellen Kostümen (und deren Brechungen). Also die, die wir verstehen. Ich erinnere mich noch an die ersten Messen, an denen die CosPlay-Subkultur ganz langsam, ganz zaghaft, aber dann immer entschlossener sich unters Publikum mischte. Erwachsene Messebesucher wussten das überhaupt nicht einzusortieren, aber wussten nicht, wen man fragen konnte.

„Sagen Sie, warum laufen da verkleidete Jugendliche herum?“

Heute ist Leipzig das Mekka der medienaffinen, oft literaturnahen Verkleidenerds mit hoher Kaufkraft. Anderthalb Hallen stehen für das Zielpublikum zur Verfügung, und von Merch bis Märchen finden wir Jugendlichen alles, was unsere zwei klingonischen Herzen begehren. Hierin haben übrigens auch meine Öhrchen a) ihren Ursprung und b) ihre Bedeutung: Ich bin einer von denen.

Riesigster Hut der ganzen Messe
weibliche CosPlayer als Gimli und Legolas
Männlicher CosPlayer als Frau Pfennigweis
Christine Daaé und das Phantom
Ant Man in normaler Freizeitkörpergröße
Treffen aller Spitzhutzauberer
Batman und Catwoman sind doch immer ein leckerer Anblick
Fünf Spideys und ein Doc Ock: Wenn sich zufällig vielmal der gleiche Kosmos begegnet
Hazbin Hotel (Danke, Praktikantin Anna Herdt)
Elsa, Olaf, Kristoff, Sven
Dead Pool ist eines der beliebtesten Cross-Over-Kostüme, ob Papst, Koch oder Cowboy
Habe kaum Wednesdays gesehen
Sehr detailreich, aber wir wissen alle, wer morgen Muskelkater in den Armen hat
Daisy UND Rosalinde? Luigi, Du bist doch kein Franzose!
Sim-Spielerfiguren
unpraktischstes Kostüm bei lächerlichstem Effekt: die Sammelkarte
„Admiral, darf ich ein Foto von Ihnen machen?“
Die gibt es in allen Farben!
Alfredo, der schlechte Koch aus Rataouille!
Remy, der gute Koch aus Ratatouille!
Dann bin ich auch noch an Lucille geraten

(Lucille hieß der stachelbedrahtete Baseballschläger, den Negan gerne für Disziplinierungen herangezogen hat.)

Der CosPlay-Block ist nun zu Ende.

Versprochenes Foto von Anna Schneider fürs Durchhalten

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Letztes Interview dieser Messe: Susanne Abel!

Badische Puppenspielerin Schrägstrich Fernsehproduzentin Schrägstrich Regisseurin von u.a. Niedrig und Kuhnt oder Die Bräuteschule schreibt 2021 Stay away from Gretchen, landet aus dem Nichts einen literarischen Überraschungshit, kann seitdem die Schrägstriche weglassen und sich Autorin nennen.

Was ich nie gesagt habe: Gretchens Schicksalsfamilie und Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104 sind keine geringeren Erfolge. Susanne Abel liest gerne für kleine Buchhandlungen und mag gemütliche Veranstaltungen, während man sie aber niemals auf Buchmessen sieht. Außer heute – denn die Hörbuchplattform BookBeat zeichnet unter den beliebtesten Hörbüchern auch Abels aktuelles aus! Also das mit dem Handhalten.

BuchMarkt: Was halten Sie von Preisverleihungen?

In diesem Fall finde ich diesen Preis sehr besonders, weil es ein Publikumspreis ist. Und da ich ja eh nicht aufhöre zu betonen, dass der freie Buchmarkt und die engagierten Leser hier zu meinem Erfolg verholfen haben, ist das für mich eine große Ehre, heute hier zu sein. Ich lese alles nicht wie gesagt zwischen uns allen hier. Bitte, war nicht? Ich lese ales nichtagte zwischen den Zeilen so auf Record.

Ich hätte jetzt erwartet: Preisverleihungen sind langweilig und anstrengend, aber es ist gut, dass es sie gibt.

Nein!Ich habe noch nie in meinem Leben einen Preis bekommen. Ich glaube, ich habe mal eine Ehrenurkunde bekommen, weil ich die schnellste Läuferin bei den Bundesjugendspielen in Kehl war. Das ist ein bisschen her, paar Wochen. Aber ich habe noch nie einen Preis bekommen, deshalb kann ich das auch nicht beurteilen, was Preisverleihen sind oder ob sie langweilig sind. Das ist nichts zwischen den Zeilen. Das ist hineininterpretiert, Herr Mayer.

Haben Sie mich erwischt?

Ja, es tut mir wirklich sehr leid.

Wer hat das eingelesen?

Vera Teltz hat das eingelesen. Wir waren jetzt in drei Kategorien nominiert. Also einmal die Vera als Sprecherin, dann ich als Autorin, und die dritte Kategorie war das Buch. Und das Buch hat es ja jetzt gewonnen. Wir sind beide hier, die Vera wird also auch mit mir zusammen den Preis entgegennehmen. Das ist besonders toll, weil ich finde, eine bessere Hörbuchleserin für meine Stoffe hätte ich nicht kriegen können. Und deshalb freue ich mich wie Bolle.

Ist ja eigentlich interessant, dass man Buch, Autorin und Sprecherin trennt. Eigentlich bedingt es einander doch für ein gutes Hörbuch.

Jein. Ja. Aber es gibt halt einfach solche und solche Sprecher und Sprecherinnen. Ich bin selber eine leidenschaftliche Hörbuchnutzerin, da ich sehr, sehr langsam lese. Und ich weiß, es gibt ganz furchtbare Stimmen. Es gibt ganz furchtbare Schauspieler, die sprechen so unauthentisch. Die haben irgendwann mal gelernt. wie man richtig atmet und betont und können dadurch einen Stoff auch total versauen. Aber Vera gelingt es wirklich, dieses Buch zu beleben. Wenn ich das dann höre, wundere ich mich zum Teil, weil sie die Leute so ein ganz ein bisschen anders interpretiert, als ich sie gesehen habe. Aber es ist immer ein Gewinn. Also ich bin größter Fan von ihr.

Wie viel Einfluss hast du darauf, wer das einliest?

Null komma Null, Null Null. Ich habe ja ein kleines Jubiläum diese Woche gehabt, vor fünf Jahren ist Stay away from Gretchen erschienen. Ein halbes Jahr vorher habe ich Bescheid bekommen von Hörbuch Hamburg, dass das Buch besprochen wurde. Ich bin ja ursprünglich im Beruf Regisseurin, so war ich selbstverständlich der Meinung, dass ich zumindest ein Mitspracherecht habe. Und das hatte ich nicht.

Dann ging mir die Düse. Ich hatte einfach Angst hatte vor diesen Micky-Maus-Stimmen oder eben vor einer Stimme, die mein Baby kaputtspricht. Ich habe also Alarm geschlagen. Dann bekam ich eine Stimmprobe von ihr, dann hätte ich Veto einlegen können. Aber da hatte ich den Namen noch nicht als Autorin, deshalb haben die das wahrscheinlich gesagt, damit ich endlich aufhöre zu nerven. Ich habe eine Hörprobe gehört und fand ihr gewisses Timbre in der Stimme gut. Ich habe ein bisschen gegoogelt, was sie so alles gemacht hat.Und ich bin sehr sehr, sehr happy. Ich wollte damals ursprünglich jemand anderen, aber sie ist eine perfekte Besetzung.

Hat man da vielleicht auch unterschätzt oder einfach nicht gewusst, dass du selber aus der Medienproduktion kommst?

Hörbuch ist ein eigener Betrieb. Das hat man mit Sicherheit gar nicht gewusst. Machen wir uns nichts vor: Es gibt so viele Autoren, die auf den Markt kommen, und man muss dankbar sein, wenn am Erstling dann auch noch ein Hörbuchverlag interessiert ist. Das ist ja auch eine neue Form von Öffentlichkeit. Als ich das Hörbuch dann vorab bekommen habe, hatte ich wahnsinnige Angst gehabt, wegen der Dialekte in meinem Buch und der Hauptfigur, die Amerikaner ist.Ich bin den ganzen Tag um dieses Hörbuch geschlichen, und abends habe ich mir vorgenommen: okay, ich höre so weit, wie Bob, also der amerikanische G.I., spricht. Und dann habe ich bis morgens um vier gehört, habe wirklich zwischendurch vergessen, dass das Zeug von mir ist. Und zum Teil auch Rotz und Wasser geheult, und das ist das größte Kompliment an Vera.

Also wenn Dialekte kommen, Akzente, Leute mit einem Sprachproblem oder alles, was außerhalb alltäglichen Sprechens ist, da lassen sich gute und schlechte Schauspieler trennen?

Ja, oder auch wie gut es recherchiert ist. Ich habe mal ein Hörbuch gehört, wo der Sprecher die badische Zigarettenmarke Reval amerikanisch ausgesprochen hat, weil er es nicht besser wusste und weil ihn niemand korrigiert hat. Das geht nicht. Aber da ist niemand, der das redigiert oder sagt, wir müssen das jetzt nochmal machen. Inzwischen sind wir ein gut eingespieltes Team. Am Ende landet die Family ja im Badischen, und dann gibt es halt da ein paar badische Sätze. Das kann ich niemandem, der in Düsseldorf groß geworden ist, zumuten. Ich habe ihr das dann vorgesprochen, per WhatsApp. Und sie hat daran geübt und naja, jetzt bappelt sie halt Badisch.

Ein Hörbuch hat keine Regie?

Das ist natürlich auch eine Riesenverantwortung für die Sprecher, die haben die Zeitvorgabe X und müssen da halt abliefern, und dann passiert halt sowas wie Reval = Rieväl. Du als Sprecher kannst ja nicht jeden Scheiß recherchieren, und manche Sachen weißt du halt einfach nicht, weil du zu jung bist oder in einer Gegend groß geworden ist, wo es nur Nichtraucher gab.

BuchMarkt dankt für das Gespräch.

Ich treffe Susanne Abel in der Audiowelt
Henrike Tönnes übergibt den Publikumspreis für das beste Hörbuch an Susanne Abel (r.) und Vera Teltz (l.)
Viele Hörbuchfans haben sich eingefunden
Steht einfach im Publikum: Susanne Abel!

Und ja, Sie haben richtig gesehen, da steht auch zufällig Frl. Sandrin, links hinter Susanne Abel.

So groß ist die Messe, so klein ist die Welt.

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Nachgereichtes

Der Assassination Classroom hatte zehnjähriges Klassentreffen!

Und wenn ich das poste…
Dann kriege ich so einen Koro Sensei!

Und den muss ich doch haben.

Objekte, die keiner haben muss: Ausgerechnet eine Kuschelversion von Barkeeper Moe scheint mir sehr willkürlich, denn Moe gilt als der hässlichste, unsympathischste und verabscheuungswürdigste Charakter aus den Simpsons.

Sogar Moe selbst findet das.

Dieses Foto hatte ich Markus Fertig vom MVB zugeordnet. Aber es war Matthias Koeffler von Langendorfs Dienst. Ich bitte um Entschuldigung; es gibt ja doch ganz schön viele von uns. Wird nicht wieder passieren.

Foto © Wolfram Weimer

Neulich ergab sich eine lustige Viertelstunde am Stande von Kiepenheuer & Witsch, und ich deutete an, dass es noch eine Vielzahl an Grimassenselfies gebe, deren Auswahl ich heute nachreichen würde. Beteiligt waren u.a. Mirjam Mustonen von KiWi, Maren Ongsiek vom Börsenverein, Praktikantin Anna Herdt und der Messe-Mayer.

Die Kollegen von Buchhandlung Graff besuchen KiW:

Und da haben aber alle Augen gemacht!

Hier reiche ich einen Schnappschuss von Nicola Bardola nach:

Der Messe-Mayer entdeckt, dass Kiwi wirklich Kondome verteilt

Der Deutsche Buchhandlungspreis 2026 vs Weimers Wolle:

Er fiel aus, er wurde erschüttert, es gab eine Kollision mit der Politik, und die Unfallstelle ist weder geklärt noch geräumt. Daran konnten wir jetzt auf die Schnelle weder im Einzelnen noch als Branche etwas ändern. Aber wir konnten zeigen, was wir davon hielten. Und das ergab eine ziemlich konzertierte Empörung.

Unsere Empörung war besser in Form als Weimers Timeline. Wahrscheinlich kann man keinen freiwilligen Förderpreis einklagen. Das weiß ich nicht. Aber dass ein ministerlicher Extremismusverdacht entweder wahr sein sollte oder ansonsten nämlich rufschädigend ist, wird einer der Parteien bald um die Ohren fliegen.

Guggolz war der personifizierte Microphone Drop, und der Börsenverein ließ die abgesagte Veranstaltung einfach trotzdem stattfinden. Es war improvisiert, aber mit sehr kurzfristigem Ehrgeiz; und plötzlich waren Gäste da, Videotechnik, Sekt und Häppchen.

Wir machten alle mit. Das machte diesen Feierlichkeitsflashmob, diesen Pop Up Award, diese Piratenverleihung zu etwas Bleibendem: Wir nehmen nur selten ein „Ich war dabei!“ von Preisverleihungen mit heim, aber hier schon.

Nur falls Sie mal wieder fragen, was eine Maren Ongsiek so alles macht: Das war ihre Idee.

Ich war dabei, als das Einhorn kam.
Waldo-Variation als politische Aussage

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Zum Geleit

Ja, ich weiß. Das war zu viel Kpop vorhin. Aber der Film ist wirklich gut.

Das war die Leipziger Buchmesse 2026, mal sonnig, mal frisch, also normales Wetter. Wann war noch die Klondike-Messe mit Eiszapfen an den Türen?

Hier ein bewölkteres Foto vom Mustermessenturm

Fest steht: Ich hatte recht gehabt mit meiner Capybara-Äußerung: Das Capybare ist das neue Alpaka.

(Das Alpaka war mal das neue Erdmännchen.)

Au Mist, ich habe Susanne Abels Hörbuch-Award versehentlich eingepackt, vorsichtig zur Halle hinausgeschmuggelt und kann ihn nun ungestört fotografieren.

Alles aus Versehen. Alles.

Mein Sonnenbrillen-Link hat nicht funktioniert, aber Claudia Holzer hat auch gar keine Zeit mehr für Quatsch; wir wollen alle nach Hause. Sie hat schon ihre Cabriokappe auf.

Und sobald sie die Kurbel für den Borgward gefunden hat, geht’s heim

Ich danke Ihnen allen für Ihre Geduld, Ihr Interesse, Ihren Humor, Ihre Hilfe – und auch Ihren vielen Zuspruch. Ich hatte einen Artikel im Börsenblatt veröffentlicht, der von unbezahlten Rechnungen handelte; und aus der Branche erhielt ich viel Anteil, Lob, Hilfsangebote und geteiltes Leid.

Ich danke Maren Ongsiek – wie immer an dieser Stelle. Anscheinend bedeutet uns beiden diese Branche was. Danke für Kontakte, Hinweise, Namen und all Dein Ongsieken. Das war mal eine turbulente Messe.

Ich danke Anna Herdt, meiner aktuellen Praktikantin: Buchmesse und Auswärtsschlafen sind schon eine ordentliche Hausnummer. Ungeachtet des großen Spaßes, den Du anscheinend hattest, danke ich für Deine Hilfe und Dein Interesse. Danke an Deine Schule fürs Mitspielen, denn ich hatte ja ein paar exzentrische Forderungen, was Deine Arbeitsstunden angeht: im Laden nur halb, aber auf der Messe doppelt.! Wenn solche Jugend nachwächst, ist nicht alles verloren.

Wir sind alle nicht alleine mit den Problemen, die wir alle so haben im Moment. Verkäuferalltag ist Wirklichkeit, und keine ewige Buchmesse. Aber nach fünf Tagen Scheinwelt auf Nadelfilz schwant mir:

Das ist vielleicht auch ganz gut so, haha.

Ich freue mich schon auf Frankfurt im Oktober!

Ihr und Euer

Matthias Mayer

herrmayer@hotmail.com

Höhepunkte Deutschen Literaturfernsehens, Teil 5 von 5:

Klaus Kinski und Alida Gundlach in der NDR-Talkshow (NDR, 1985)

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