
LIEBE FREUNDE,
ich gratuliere der Kanadierin Anne Carson zum Nobelpreis für Literatur 2026!
Und ich gratuliere allen Verlagen, die sich plötzlich am Buchmessedonnerstag aus heiterstem Regenhimmel gegenseitig die undankbare Aufgabe zuschieben wollen, olle Backlisttitel von einer gewissen Anne Carson herbeizuzaubern, von der bis vor vier Minuten noch nie jemand gehört hat.
Matthes & Seitz sind zwar in Berlin, haben aber mit Prolit immerhin eine hessische Auslieferung zur Hand. Aber S. Fischer hat den schwarzen Peter und muss nun schnell ins Frankfurter Lager, um Anne Carson aufzutreiben.


Und das war nicht der einzige Preis, den S. Fischer auf dieser Messe zu begießen hat, denn Valeria Gordeev hat den aspekte-Literaturpreis erhalten für Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle.

Wie feiert man einen solchen Preisreigen? Wenn ich einen Vorschlag machen darf: Frau Giordano soll Euch alle ins Café Giardino einladen!


EHRUNG FÜR NINA GEORGE UND KARIN SCHMIDT-FRIDERICHS
Na, das wurde aber auch Zeit, dass wir Nina George endlich mal was umhängen. Oder überreichen. Ich war leider nicht dabei. Ich wollte so gerne! Aber ich hatte Terminkollision und musste mir eine Selbstbedienungskasse vorführen lassen. Ist ja klar, dass das relevanter ist.
Aber die liebe Maren Ongsiek hat mich mit Fotos versorgt, so dass ich Euch wenigstens hinterherschreiben kann. Und Karin Schmidt-Friderichs war ohnhin schon vor ihrer Zeit als Verbandsvorsteherin so umtriebig, dass wir sie endlich zum Ehrenmitglied ernennen. Und das ist für die Ewigkeit, denn Ehrenmitgliedschaften sind nicht kündbar.
Verbandsvorsteher Sebastian Guggolz überreicht Nina George den Friedrich-Perthes-Preis:

Und hier verlängert Guggolz KSFs Mitgliedschaft im Börsenverein des Deutschen Buchhandels ins Unendliche:

Und hier nochmal alle drei zusammen:

Ich gratuliere nachträglich, danke Maren Ongsiek und bedaure sehr, diesen Moment nicht teilen gekonnt zu haben.
Jetzt wollen Sie sicher auch die Selbstbedienungskasse sehen, um zu überprüfen, ob das nur eine Ausrede war. Aber es ist wahr: Die Firma Grün BookHit aus Drensteinfurt hat so ein Schnuckelchen entwickelt, das völlig benutzerintuitiv, urst einfach und von leichtester Bedienbarkeit ist.
Als Kunde mag ich eigentlich keine Selbstscannerkassen, weder bei Rewe noch bei Ikea; aber andererseits stelle ich mir einen Laden im Weihnachtsgeschäft vor, knallevoll, alle Verkäufer im Beratungsgespräch – aber der eine Kunde hat schon gefunden, was er sucht und kann sich einfach rasch selbst seinen Weg in die Freiheit erscannen!

Und jetzt noch eine K.I. zum Geschenkeverpacken!
FESTHALLE: JUGENDSTIL FÜR DIE JUGEND
Es war eine schöne Idee, die Festhalle für ein eigenes Hallensegment zu öffnen. Romantasy, Young Adult und All Ager but not really passen dort überraschend gut hin, irgendwo und irgendwie zwischen Steampunk, Jugendstil und Pokémon.

Und wenn Sie gar keine Sammelkärtchen zum Tauschen haben:

Eine magische Anziehungskraft übt auf allen Events schon immer aus: das Glücksrad. Menschen stehen gerne ewig an und geben dann freiwillig ihre intimsten Daten und ihre wertvolle Privatadresse preis, um am Ende einen Lolli, einen Flummi oder ein irgendein anderes diminuitives Objekt mit Doppelkonsonant zu „gewinnen“.
Priese ich nur den Lolli an, ohne Drehen: Keinen würde es interessieren. Aber den Hauch von Pech und Glück vorbeirattern zu sehen und hören! Die sechs Sekunden Spannung! Ob oder ob nicht! Dies aushalten müssen und dann erlöst werden: Das ist das ganz große Kino.

Der Teufel hat’s erfunden.

Queeres Publikum ist willkommen:

Und natürlich gibt es in dieser Halle die wirklich coolen Sachen zu kaufen, von Booknooks über Figurinen bis zu literarischen Socken:


Die Fachbesucher interessiert all das sicher weniger, und deshalb war es hier in der ersten Messehälfte auch ziemlich ruhig. Und das wiederum heißt: Hier wird es also ab Freitag so richtig, richtig voll.
KULINARISCHE VERSORGUNG
Die einen lieben es, die anderen hassen es: Milchreis und Grießpudding. Es gibt hier zum ersten Mal einen Foodtruck, der messewürdigen 5-€-Milchreis anbietet, klassisch mit Zucker und Zimt, oder mit allerlei Topping und Frucht. Also ich zumindest liebe es, hatte heute einen totalen Michreisheißhunger und weise also hierauf hin:

Kluges Konzept. Ideal vorzubereiten, es muss nichts frittiert werden, und der Materialeinsatz ist gering. Und ich kriege Milchreis.

Dann habe ich mindestens zwei Stände gesehen, die Pastrami-Sandwich anbieten, ebenfalls neu. Ein klassisches New Yorker Streetfood aus der jüdischen Küche; Pökelfleisch mit Gürkchen, Relish und Salat:

Natürlich zu teuer und zu dünn belegt, aber herrje, es ist Messe. Wer fliegen will, muss flattern. Nur ein kleiner Tipp: Wenn Ihr schon berühmte Sandwichs anbietet, dann darf das Reuben nicht fehlen (Roggenbrot, Roastbeef, Sauerkraut).
Als nächstes nehme ich mir das Philly Cheese Steak vor, das schon ewig auf meiner Probierliste weit oben steht und hier ebenfalls debütiert.
Ebenfalls neu, aber erheblich irritierend, wenn man es zum ersten Mal sieht:

Hygienischer als die Tuben, die jedermann anfasst, aber mein Genussgehirn hat noch keinen Pfad für fußgepumpten Senf angelegt.
DAS FORUM
Das Forum ist ein tonnenförmiges Ellipsengebäude mit vier transparenten Ebenen, optisch extravaganter als die anderen Hallen und Heimat für die Fernsehstudiobühne von ARD/ZDF, den Gastlandpavillon und dem Restaurant Patio, das den Charme einer Werksküche hat, aber vom genialen Matthias Seuring geführt wird, den anzutreffen ich bald und sehr hoffe.
Einstweilen ein wenig Atmosphäre:



Aber man trifft durchaus auch echte Prominente:


Draußen begegne ich Denis Scheck dann noch ohne Publikum, der nicht nur die Informiertheit, sondern auch die Höflichkeit hat, sich nach meinem Buchladen zu erkundigen; und außerdem die Aufmerksamkeit, einen kleinen Spaß darüber zu machen, dass sich „Männer mit seltsamen Kopfbedeckungen“ hier begegnen.

ZWEITES INTERVIEW DER MESSE: AYLA DIBA
Ayla Diba ist eine junge Autorin aus dem Iran, die seit ein paar Jahren in Deutschland lebt. Ich sage nicht, wo sie lebt, oder wie alt sie ist. Wir vermeiden jeglichen Hinweis auf ihre Person; ein Foto kriegen Sie nicht, und der Name ist natürlich ein Pseudonym, weil sie sich und ihre Familie schützen möchte. Ihr Buch handelt vom iranischen Leben in schwierigen Realitäten, Verlust und aber auch Hoffnung, denn Ayla Diba liebt ihr Land und ihre Wurzeln.

Nicht nur ist das ihr erstes Buch, sondern ich bin auch ihr erstes Interview, und wir danken beide Alexander „Sascha“ Elspas, der dieses Treffen behutsam arrangiert hat.
BuchMarkt: Warum heißt es das halbe Buch?
Ayla Diba: Das ist nicht nur wegen des Aussehens des Buches. Nicht alles hat ein Ende in diesem Buch, und die Idee ist, dass man das dem Buch ansehen kann. Als wäre es nur halb gedruckt. Dann muss man unterbrechen, weil man die nächste Seite mit einer Schere öffnen muss.
Das Leben ist offen, und das Buch ist erst halbfertig.
Genau.
Warum schreibe ich nichts über Ihre Person?
Ich will lieber anoynm bleiben, weil ich aus dem Iran komme. Ich liebe mein Land, und ich habe dort noch Freunde und Familie. Was ich geschrieben habe, wünscht der Iran nicht gelesen.
Ist das biographisch?
Nein. Es ist sicher durch meine Erfahrungen geprägt, aber es sind erfundene Geschichten. Ich greife sicher auf Erinnerungen zurück, aber es ist nicht meine Lebensgeschichte.
Wie haben Sie Sascha kennengelernt?
Durch einen gemeinsamen Freund, der meinen Texte an Sascha gab. Ihm gefielen meine Ideen, also schrieb ich weiter.
Ist das Ihr erstes Buch?
Ja.
Ich gratuliere!
Danke!
Darf ich fragen, wie alt Sie sind?
Nein. Das wäre bereits eine persönliche Information. Aber nach dem Interview kann ich es Ihnen gerne sagen.
Und wollen Sie sagen, wie lange Sie schon hier leben?
Sieben Jahre.
Sie haben Ihre Wurzeln im Iran und empfinden es noch als Heimat?
Natürlich! Ich würde niemals etwas schlechtes gegen den Iran sagen. Ich bin ja voreingenommen, weil es meine Heimat ist. Iran ist der beste Ort auf der Welt. Und das ist der Zwiespalt meines Lebens: Ich möchte dort nicht mehr leben, habe mich entschieden, wegzugehen. Aber ich liebe meine Heimat.
Falls das ein Trost ist: Auch wir Deutschen verbinden mit dem Begriff Heimat viel Zwiespalt. Viele treten stark für ein Heimatgefühl ein, das wiederum vielen anderen skeptisch bleibt, weil wir geschichtlich belastet sind. Ich finde, Heimatliebe darf ruhig beinhalten, sein Land zu lieben, aber es sich besser zu wünschen.
Das kann jeder nachempfinden, der eine schreckliche Regierung hat. Was eine schlechte Regierung den Menschen und der jungen Generation antut, ist für jedes Land eine Prüfung.
Wenn Sie Ihr Land nicht so sehr lieben würden, könnte Ihnen ja egal sein, wie es regiert wird. Bitte verzeihen Sie, dass ich keine Kenntnisse über die Kultur des Iran habe. Ich weiß dass Ihre Teppiche sehr dunkelrot und leuchtend sind. Iran hat auf jeden Fall einen Platz in meinem Teppichherz.
Oh, das ist doch schon was. (lacht.)
Was mögen Sie an deutschem Essen am liebsten?
(lacht) Gar nichts.
Gar nichts?
Naja, Bier. Bier mag ich. Und Gulasch. Aber das ist wohl nicht deutsch, oder? Kommt das aus Österreich oder Osteuropa?
Aus Ungarn. Ist das ein Kulturschock für Sie, in ein Biertrinkerland zu kommen?
Nicht wirklich. Wir haben Alkohol im Iran, auch wenn es verboten ist, öffentlich zu trinken.
Gibt es iranisches Bier?
Natürlich! Ich kannte Alkohol schon, bevor ich herkam.
Und schmeckt das anders, oder ist Bier überall Bier?
Nein, das schmeckt schon deshalb anders, weil man es nicht kaufen kann. Es gibt keine Industrienorm, keinen Bierstandard. Wir müssen das selber machen, zuhause.
Und das ist ein Kavaliersdelikt, eine Kleinigkeit?
Nein, nein, nein. Es ist strikt verboten, bei strenger Strafe.
In Taiwan ist es verboten, Kaugummi auf die Straße auszuspucken.
Das ist aber eine gute Sache.
Sie haben Deutschland zuerst sicher sehr fortschrittlich und liberal empfunden, aber wann haben Sie gemerkt, dass wir auch unsere Probleme haben?
Während Corona. Das hat mich schon pessimistisch gemacht: All der Kampf und der Stress, den wir uns alltäglich liefern – und das war nur die Spitze des Eisbergs, sobald es mal wirklich problematisch wird. Dann zeigen wir unsere schlimmsten Seiten. Das Horten von Waren, anstatt an andere zu denken. Menschen sind überall Menschen, aber wenn sie Angst bekommen, tun sie andere Dinge als sonst.
Sind Sie eine Autorin? Schreiben Sie weiter?
Ja.
Dann sind Sie bei Elspas sicher in guten Händen. Er ist bekannt dafür, dass er Freude und Neugierde in seine Projekte steckt.
Ja, ich bin sehr, sehr glücklich, dass mein erstes Buch in der Büchergilde verlegt wurde.
Würden Sie das auch einem iranischen Verleger mal zeigen wollen?
Wenn er im Ausland lebt, ja. Im Iran würde das keiner drucken wollen. Eine meiner Geschichten handelt vom Januar, den Massentötungen und den Internetvertuschungen, und das würde dort niemand drucken.
Ist es eines Ihrer Ziele, dass diese Freiheit auch im Iran möglich wäre?
Ja, natürlich. Es wäre schön, wenn Menschen lesen können, was sie wollen.
Haben andere Medien schon über Sie berichtet?
Sie sind der erste, bei dem ich mich mal wage.
Vielen Dank für die Ehre und das Vertrauen.
Vielen Dank für Ihr Interesse! Oh warten Sie, es gibt doch etwas, das ich hier gerne esse: Euren Schokokuchen! (Isst, während wir plaudern.)

Und wer guckt mich hier an?


LIEBLINGSBUCH DER UNABHÄNGIGEN: DIE RIESINNEN, HANNAH HÄFFNER
Das ist ja mittlerweile auch ein wichtiger Preis geworden: Im mittlerweile elften Jahr vergeben die unabhängigen Buchhandlungen Deutschlands (etwa über 1000) diesen Preis. Jeder darf sein Lieblingsbuch der Saison melden, und die beliebtesten Titel ergeben dann die Shortlist von fünf. Über die wird dann nochmal insgesamt abgestimmt, und ta-daaaa: Gebacken ist ein Bestseller. Altes Land von Dörte Hansen war 2015 der Beginn. Frage der Chemie, 22 Bahnen, Gesang der Flusskrebse – diese Hausnummer also.
Inzwischen genießt dieser Preis ein solches Interesse, dass eine Podiumsbühne im Messegang mit 40 Sitzpläzen nicht mehr genügt – wir mussten extra Raum Illusion im Congress Center buchen, um ein paar hundert Buchhändlerinnen und Buchhändler unterzukriegen. Und die haben mächtig gejohlt und frenetisch applaudiert, wann immer es ging. Ob Sebastian Guggolz auf die Kulturpolitik schimpfte oder die Buchpatinnen ihre fünf Shortlist-Titel vorstellen: Wir haben gekrischen und bejault, dass es eine brechende, stolze Freude war.
Fröhlich, verbindlich und auf den Punkt moderiert wurde der Event von Wibke Ladwig.


Bilde ich mir das ein, oder sind Sebastian Guggolzens Reden dieses Jahr irgendwie… zackig? Also nicht zackig wie eckig, sondern zackig wie flott. Obwohl, doch, eckig schon auch.

Wenn Sie das Thema interessiert, dann surfen Sie gerne mal auf BuchMarkt und Börsenblatt nach der Shortlist! (Mein Favorit war Pina fällt aus von Vera Zischke.) Hannah Häffner muss ein ganz bissi weinen vor Rührung, umarmt ihre Lektorin, und Wibke Ladwig ist einen Bestseller weiter – der allerdings auch schon vor diesem Preis ein Bestseller war.

Wibke, samma, wie wird man eigentlich so eine WUB-Buchhandlung? Oder gar …Pate?
Alle Autorinnen waren anwesend!


SCHNAPPSCHÜSSE
Wie charmant: Auf dem Hörbuchstand bei Penguin Random House werden die Hörbücher wie Schallplattencover zum Blättern angeboten:

Oder bei Music Arts in den Achtzigern.
Seufz.
Drauf hingewiesen auf die schöne Idee hat mich Heike Völker-Sieber, die PR-Frau vom Hörverlag.

Nicola Bardola und Iris Hunscheidt kenne ich länger als Maren Ongsiek, das muss man sich mal vorstellen. Nicola Bardola freut sich heute noch, dass ich ihn mal die Yoko Ono des deutschen Buchhandels nannte. Dabei war das gar nicht soo originell von mir. Warten Sie, darf das mal auffrischen?

Thomas Sittler, hatte ich Ihnen nicht Der fünfte Beatle von Nicola Bardola verkauft?
Ebenfalls bei Penguin gestattet mit Richard David Precht ein Foto!

Das wäre doch mal ein lustiges Interview.
Ich habe mit Caroline Euringer bei Droemer Knaur einen köstlichen Kaffee getrunken! Normalerweise telefonieren wir zweimal im Monat miteinander, um Novitäten der Holtzbrinck-Gruppe durchzugehen. Einerseits stehe ich bei der HGV auf Vorkasse, andererseits benötige ich demnächst mehrere Paletten Fitzek.

Als ich an der Theke unsere Kaffees holen will, treffe ich Verlagsvertreter Matthias Kuhlemann:

Meine lieben und erfolgreichen niedersächsischen Buchhändlerkollegen Veit Hoffman und Iris Hunscheid, umtriebige, vernetzte Leute:

Bei S. Fischer: Der Walk Act zum Kult-Sci-Fi-Hit Dungeon Crawler Carl funktioniert auf jeden Fall als Entscheidungshilfe. Wenn Sie diesen Typ sehen, wissen Sie sofort und eindeutig, ob Dungeon Crawler Carl eine geeignete Lektüre für Sie ist.

Das Branchennetzwerk BücherFrauen wird von Christina Schmitt betreut, die vor allem in meiner Gegend (Hessen) mit ihrem Triga-Verlag bekannt ist. Unter der Tagline Women in Publishing laufen auf der Buchmesse Veranstaltungen, hier zum Beispiel eine Podiumsdiskussion mit der tschechischen Autorin Dora Kaprálova und der tschechischen Verlegerin Barbora Baronová.

Gebirgskriminalistin Anna Schneider ist bei S. Fischer immer für einen gut gelaunten Schnappschuss gut. Frisch erschienen und kein Grenzfall: Blut für Blut.

Reinhilde Ruprecht von Vandenhoeck & Ruprecht bringt Sebastian Knöfel von der Evangelischen Verlagsanstalt im Messe-Mayer unter für den üblichen Preis:

Bei LYX (also Lübbe in Hormon) begegne ich dem Bookie!

Ungeachtet ihrer sexuellen Präferenzen stelle ich mir stapelbaren Sex sehr praktisch vor.
(Oder muss man Bernd das Brot beugen?) (Also, grammatikalisch, meine ich)
STANDPARTY BEI FISCHER SAUERLÄNDER
In Halle 4 hat der S.Fischer-Verlag sein Kinderzimmer untergebracht, die Abteilung Fischer Sauerländer. Dort treffe ich z.B. die Illustratoren Christopher Tauber (links) und Timo Grubing (rechts). Tauber kennen Sie u.a. von den ???-Graphic-Novels, und Grubing z.B. von Rick Nautilus.

Die Standparty ist reich besucht und ausgelassen, denn es ist ja auch die letzte mit Fischer Sauerländer am alten Verlagsstandort. Fischer geht 2027 nach Berlin, und Fischer Sauerländer wird nach München verlegt. Das soll einerseits die Kinderbuchsparte eigenständiger werden lassen und stärken, aber es wird auch viele Mitarbeitenden ihre Stellen kosten. Weil Fischer Sauerländer eher als Randnotiz beim Mutterverlag mitlief – was der Umzug ja ändern soll – blieb die Branchenresonanz dazu recht gering.
Und weil es ein wenig traurig macht, wenn man die Späne ist, die beim Hobeln fallen, hat man solidarisch schwarze Shirts angezogen und schwarze Buttons angesteckt:

Also solidarisch gemeint, wie in Oh Captain mein Captain.
Auf den schwarzen T-Shirts steht sogar Team069, aber das habe ich erst verstanden, als ich mich beim Fragen die Zahl aussprechen hörte:

Macht’s gut, liebe Kollegen und Kolleginnen, und Danke, dass ich mitfeiern durfte.
ZUM GELEIT
Was, Revell gibt es noch?

Oder doch topmoderne Sortimentserweiterung? Vielleicht schaue ich da mal vorbei.
Ich hatte eigentlich nicht vor, den Cat Content weiter auszuweiten. Ich mag Running Gags, doch Cat Content ist als metakulturelles Zitat zwar einmal nützlich, aber auch nur einmal lustig. Allerdings sehen viele Leser*innen meinen Cat Content nicht als metakulturelles Zitat, sondern einfach nur als: Cat Content.
Und wünschen ausdrücklich mehr davon:


Oh, und Ralf Kramp habe ich auch endlich getroffen:

Und das war mein hochinteressanter Donnerstag voller Eindrücke. Am Freitag wird für Privatbesucher geöffnet, damit die Kassen klingeln. Nicht alle freut das, denn es engt die Möglichkeiten für Fachtreffen ein, was wiederum ganze Reisepläne beeinflusst, aber Lesefest ist Lesefest.
Und obwohl das bevorstehende Wochenende ja auch das Ende der Messe einläutet, so haben wir doch die Hälfte noch vor uns!
Ihr und Euer
Matthias Mayer
Warum Karel Čapek recht hatte, Teil 3 von 6








