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Film- und Buchpremiere mit Nana Rademacher in Berlin

Nana Rademacher

Heute Vormittag erlebten rund 150 Berliner Schülerinnen und Schüler eine Buchpremiere der besonderen Art. Nana Rademacher präsentierte im Theater Gemeindesaal Moabit ihren Jugendroman Wir waren hier, der gerade im Ravensburger Buchverlag erschienen ist. Und mehr noch. Kursschüler der LiteraturInitative Berlin (LIN) hatten im Vorfeld einen Film zu dem Buch produziert, der heute ebenfalls Premiere feierte.

Nana Rademacher zeichnet in ihrem Roman ein düsteres Bild der Zukunft. Sie führt ihre Leser ins Berlin des Jahres 2039. Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist zusammengebrochen, Ressourcen werden knapp. Hauptfigur ist die 15-jährige Anna. Als sie in einem illegalen Blog Ben kennenlernt, beschließen beide, aufs Land zu fliehen.

Die Jugendlichen waren von dem Stoff so fasziniert, dass sie – zum Teil an verlassenen Orten in Berlin – einen sehenswerten Film dazu drehten. Er ist einerseits düster und erschreckend, andererseits dank der Harfenmusik auch zart und hoffnungsvoll. Vom Drehbuch über Kameraführung, Schauspiel und Musik bis zum Filmschnitt lag die gesamte Produktion in den Händen der Schülerinnen und Schüler.

Nana Rademacher sah den Film zum ersten Mal und war auf Anhieb begeistert. „Ihr habt die Stimmung des Buches perfekt eingefangen“, sagte sie im Gespräch mit beteiligten Jugendlichen und lobte das Drehbuch und die phantastische Auswahl der Zitate. „Der Film ist sehr professionell geworden.“

Nana Rademacher im Gespräch mit August (l.), Masin und Antonia von der LIN

Dystopien wie Wir waren hier seien wichtig, um die Menschen wachzurütteln, urteilten die Jugendlichen. „Sie zwingen zum Nachdenken darüber, wie beispielsweise die Zerstörung der Umwelt verhindert werden kann.“ Eine schönere Bestätigung ihrer Arbeit kann sich Nana Rademacher kaum wünschen. „Ich wollte ein Bewusstsein für die aktuelle politische Lage wecken“, begründete sie ihre Motivation.

Wenn die Autorin nun auf Lesereise geht, wird sie auch den siebenminütigen Film im Gepäck haben. So können Buchhandlungen bei ihren jugendlichen Kunden gleich doppelt punkten. Auch beim Ravensburger Lesefestival [mehr…] wird der Film im Rahmen einer Lesung mit Nana Rademacher am 27. April zu sehen sein.

ml

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