Der italienische Schriftsteller Umberto Eco ist tot. Er starb am Freitagabend im Alter von 84 Jahren in Rom. Eco war vor langer Zeit an Krebs erkrankt. Anlässlich seines Todes Eco wiederholt der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) heute um 22.50 Uhr ein Gespräch von Eco mit Jörg Thadeusz aus dem vergangenen Dezember.
Zunächst hatte sich der am 5. Januar 1932 als Sohn eines Buchhalters im norditalienischen Alessandria geborene Eco als Philosoph und Sprachwissenschaftler einen Namen gemacht. Eco hatte 1954 einige Jahre als Kulturredakteur beim staatlichen Fernsehen RAI gearbeitet, danach wurde er Lektor des Mailänder Verlagshauses Bompiani. 1971 hatte ihn die Universität Bologna als Professor für Semiotik berufen, wo er 1975 den Lehrstuhl bekam.
Mit Der Name der Rose erlangte er Weltruhm, weitere Bestseller wie Das Foucaultsche Pendel, Die Insel des vorigen Tages, Baudolino sowie Der Friedhof in Prag folgten.
Mit Jean-Claude Carrière zusammen verfaßte er das Buch Die große Zukunft des Buches, das 2009 wie alle seine deutschen Ausgaben bei Hanser erschien: eine der klügsten Liebeserklärungen an das Buch überhaupt. Denn Eco war auch privat ein großer Büchersammler (er hatte geschätzt 50.000 Bücher), und regelmäßig war er auch bei deutschen Antiquariatsmessen ein gern gesehener Gast (und Käufer).