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Großer Andrang bei der Neujahrsmatinee von Matthes & Seitz Berlin

Der große Saal des Berliner Literaturhauses war bis auf den letzten Platz besetzt, als der Verlag Matthes & Seitz Berlin heute Mittag im Rahmen einer Neujahrsmatinee sein Frühjahrsprogramm vorstellte. Verleger Andreas Rötzer begrüßte das Publikum, darunter auch etliche Buchhändler.

Judith Schlansky, Andreas Rötzer

„Wir wollen nicht nur unsere Bücher vorstellen, wir wollen auch das letzte Jahr feiern, das ein sehr gutes für uns war“, so Rötzer. Frank Witzel erhielt für Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969 den Deutschen Buchpreis, was dem Verlag viel Aufmerksamkeit bescherte.

Aber auch andere Autoren wurden ausgezeichnet. Unter anderem erhielt Angela Steidele den Bayerischen Buchpreis für Rosenstengel, und Esther Kinsky konnte sich über mehrere Auszeichnungen freuen, darunter den deutsch-französischen Franz-Hessel-Preis, den Kranichsteiner Literaturpreis und den Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung, der ihr im März verliehen wird.

Bevor die Gäste bei Wein und Brotzeit ins Gespräch kamen, gaben Übersetzer und Autoren einen kleinen Einblick in das Frühjahrsprogramm. So stellte Claudia Hamm das von ihr übersetzte neue Buch des französischen Autors Emmanuel Carrère Das Reich Gottes vor, in dem er seine eigene Lebens- und Glaubensgeschichte mit der historischen Handlung der Bibel verknüpft und den Leser mit unendlichen Facetten des Glaubens konfrontiert.

Übersetzerin Gabriele Leupold machte neugierig auf Wischera, die Erinnerungen des russischen Autors Warlam Schalamow an seine erste Verhaftung und Frank Witzel präsentierte – stellvertretend für das Sachbuchprogramm des Verlags – BRD Noir, in dem er gemeinsam mit dem Historiker Philipp Felsch auf die BRD und die Periode zwischen Nachkriegszeit und Wende blickt. Der Band erscheint in der Reihe „Fröhliche Wissenschaft“.

Schwungvoll lenkte Judith Schalansky den Blick den Blick auf die Neuerscheinungen der von ihre herausgegebenen Reihe „Naturkunden“. Ob Schmetterlinge oder Federn, das Programm ist wieder vielversprechend. Die Reihe sei im dritten Jahr ihres Bestehens sehr erfolgreich, so Judith Schalansky. Dass andere Verlage versuchen, das Konzept zu kopieren, stört sie nicht. „Ich betrachte das als Kompliment.“ Besonders viel verspricht sie sich im Frühjahr von Rudolf Borchardts Der leidenschaftliche Gärtner und von Alte Wege des britischen Natur Writers Robert Macfarlane.

ml

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