Ahmad Mansour erhält den Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik der Stadt Oldenburg. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird am 3. Mai im Rahmen eines Festaktes verliehen.
Die Jury begründete ihre einstimmige Wahl unter anderem damit, dass Mansour »sich eindrucksvoll für ein demokratisches, gewaltfreies und friedliches, dem Grundgesetz und den Menschenrechten verpflichtetes Zusammenleben« einsetze.
Ahmad Mansour, geboren 1976, ist arabischer Israeli und lebt seit 2004 in Berlin. Er ist Diplom-Psychologe und arbeitet für Projekte gegen Extremismus, u.a. bei HEROES, einem Projekt gegen Unterdrückung im Namen der Ehre und für Gleichberechtigung, und bei HAYAT, einer Beratungsstelle für Deradikalisierung. Außerdem ist er Programme Director bei der European Foundation for Democracy. Für seine Arbeit erhielt er 2014 den Moses-Mendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz. Im Herbst 2015 veröffentlichte er im S. Fischer Verlag das viel beachtete Buch Generation Allah.