Das war gestern das erste große Messethema: Die ZEITmagazin-Ausgabe vom 15. Oktober 2015 ist von Gerhard Steidl gestaltet worden und wurde gestern Abend vorgestellt. Christoph Amend, der Chefredakteur des ZEITmagazins, hatte den Göttinger Verleger eingeladen, als Gast-Chefredakteur die diesjährige Literaturausgabe zu produzieren und sich damit auf ein einzigartiges Experiment eingelassen. Das Resultat der Zusammenarbeit ist „eine Liebeserklärung an das Papier“.

Steidls Intervention zielte nicht nur auf den Inhalt und die Gestaltung des Hefts: Erstmals erscheint das ZEITmagazin mit vier verschiedenen Papiersorten, die teilweise in Göttingen gedruckt wurden. Die Ausgabe umfasst 76 Seiten; ein kleines Extraheft ist beigefügt. Neun Künstler haben an der Gestaltung der Ausgabe mitgewirkt, darunter die Fotografen Nan Goldin, Robert Polidori und Juergen Teller sowie der Designer Theseus Chan. Chan griff sogar in den Druckprozess ein und fuhr nach Redaktionsschluss in die ZEIT-Druckerei in Ahrensburg, um auf vier Seiten einen künstlerischen Eingriff vorzunehmen.

Magazin-Chefredakteur Christoph Amend
Die Entstehung des Hefts wurde von den Filmemachern Gereon Wentzel und Jörg Adolph begleitet, bekannt durch ihre Dokumentation „How to make a book with Steidl“. Der nun entstandene Kurzfilm „How to make a ZEITmagazin with Steidl“ ist unter www.zeitmagazin.de zu sehen.







