Gestern Abend wurde in der Berliner Akademie der Künste am Hanseatenweg eine Ausstellung über den Schriftsteller Arno Schmidt (1914–1979) eröffnet.

Hundert Ausstellungsstücke aus dem Nachlass zeigen bis zum 10. Januar den ganzen Kosmos des sprachmächtigen und provozierenden Autors. Die Palette reicht von Zitaten, Zettelkästen, Manuskripten und Büchern bis zu einer Lederjacke, einem Teddy, einer Aspirinschachtel und Eingemachtem aus dem Keller.
Da Schmidts Werk ebenso wie sein Leben von Widersprüchen geprägt war, sind die Stationen zu Gegensatzpaaren geordnet: Tradition und Avantgarde, Antike und Zukunft, Preisträger und Verfolgter; aber auch: Vorrat und Mangel, gesund und krank, links und rechts.
Den wichtigsten Werken von Leviathan bis zum berühmten Zettel’s Traum sind Leseecken gewidmet, in denen sich der Besucher in Schmidts Romane vertiefen kann.
Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm, darunter auch Schreibwerkstätten für Schüler mit den Autoren Kerstin Hensel, Thomas Lehr und Kathrin Röggla.