Der Bibliothekswissenschaftler Professor Dr. Konrad Umlauf wird in diesem Jahr für seine „herausragende Kompetenz in Theorie und Praxis des Bibliotheks- und Informationswesens“ mit der Karl-Preusker-Medaille geehrt. Das teilte der Dachverband der Bibliotheksverbände, Bibliothek & Information Deutschland (BID) e.V., heute in Berlin mit.
Umlauf, der am bibliothekswissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin lehrt, nimmt die Auszeichnung am 30. Oktober im Grimm-Zentrum der Universitätsbibliothek entgegen. Die Laudatio hält Birgit Dankert.
In ihrer Begründung hebt die Jury hervor, dass Professor Konrad Umlauf zu den herausragenden Bibliotheksfachleuten in Deutschland zählt. „In seinem umfangreichen Werk ist es Konrad Umlauf gelungen, informationswissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Erkenntnisse und Methoden mit einer zukunftsweisenden Programmatik bibliothekarischen Handelns zu verbinden. Er gehört zu den Vertretern des Faches, die die spezifischen Ausprägungen der unterschiedlichen Bibliothekstypen stets als Bereicherung, nie als Barriere betrachtet haben.“
Die Karl-Preusker-Medaille erinnert an Karl Benjamin Preusker (1786-1871), der am 24. Oktober 1828 im sächsischen Großenhain eine Schulbibliothek gründete, aus der wenig später die erste Öffentliche Bibliothek in Deutschland hervorging. Die Auszeichnung wird seit 1996 an Personen und Institutionen verliehen, die den Kultur- und Bildungsauftrag des Bibliothekswesens in herausragender Weise fördern und unterstützen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Bundespräsident a. D. Horst Köhler, Ranga Yogeshwar, Erich Loest und Peter Härtling.