Am 15. August ist Rafael Chirbes gestorben, ganz überraschend und viel zu früh – er wurde nur 66 Jahre alt. „Mit ihm hat die europäische Literatur einen ihrer bedeutendsten Erzähler verloren“, heißt es im Nachruf des Kunstmann-Verlags. „Andere Künstler schleifen ihr Image, verzeihen sich das bisschen Eitelkeit und werden zum Abbild ihres marktgängigen Selbst. Rafael Chirbes tat das nicht“, schreibt Paul Ingendaay heute in der FAZ.
Rafael Chirbes, geboren 1949 in Tabernes de Valldigna bei Valencia, arbeitete nach dem Studium in Madrid zunächst als Literatur- und Filmkritiker für verschiedene Zeitschriften, u.a. für das Reise- und Gourmetmagazin Sobremesa. Schon bald wurde er einer der auch international bekanntesten spanischen Autoren, seine Romane – u.a. „Der lange Marsch“ (1998), „Der Fall von Madrid“ (2000), „Alte Freunde“ (2004) – wurden in viele Sprachen übersetzt, für „Krematorium“ (2008) und den zuletzt erschienenen Roman „Am Ufer“ (2014) erhielt er jeweils den Spanischen Nationalpreis der Kritik.
Zuletzt lebte Chirbes zurückgezogen in Beniarbeig bei Alicante, wo er am 15. August einem Krebsleiden erlag. „Chirbes‘ Tod ist ein schwerer Schlag“, sagte sein spanischer Verleger Jorge Herralde der Zeitung El País. „Er war ein Mensch von einer außergewöhnlichen moralischen Integrität.“
„Wir müssen noch genauer nachdenken über die stattfindenden Veränderungen und zu besseren Lösungen finden“
Der Verleger und Autor Gunnar Cynybulk hat die Anteile seines Kanon Verlags an den Kampa Verlag verkauft. Was führte dazu und was sagt das über die Situation unabhängiger Verlage in







