Die Journalistin Andrea Röpke erhält den mit 5.000 Euro dotierten Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage 2015 des Zentralrates der Juden in Deutschland. Die Preisverleihung findet am 17. Juni in Düsseldorf statt.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten recherchiert die 1965 geborene Journalistin und Politologin im rechtsextremen Milieu. „Frau Röpke verdient für ihre Arbeit hohe Anerkennung und Respekt“, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster. „Sie ist beharrlich über viele Jahre an dem Thema geblieben und hat zahlreiche Verbindungen und Strukturen in der rechtsextremen Szene aufgedeckt. Für ihre Recherchen nimmt sie ein hohes persönliches Risiko auf sich. Ihre mutige Arbeit und ihr beeindruckendes Engagement sind vorbildlich. Frau Röpke leistet damit einen außerordentlich wichtigen Beitrag für unsere Demokratie.“
Vom Medium Magazin war Andrea Röpke 2006 als Reporterin des Jahres und 2011 als politische Journalistin des Jahres ausgezeichnet worden. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz ehrte sie 2014 als Botschafterin für Demokratie und Toleranz.
Seit 2001 ist Andrea Röpke Autorin des Ch. Links Verlages und hat fünf Bücher veröffentlicht: Stille Hilfe für braune Kameraden (mit Oliver Schröm, 2001), und mit Ko-Autor Andreas Speit: Braune Kameradschaften (2004), Neonazis in Nadelstreifen (2009), Mädelsache! (2011) und zuletzt Blut und Ehre (2013).