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Wie war Ihr Jahr, Beate Kuckertz?

Beate Kuckertz (c) Peter v. Felbert

Seit dem 6.12. (Nikolaustag) bis zum 6.1. (Heilige drei Könige) fragen wir wieder in der Buchbranche herum: „Wie war Ihr Jahr?“ Heute beantwortet dotbooks-Gründerin Beate Kuckertz unseren „anderen“ Fragebogen.

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Welcher Tag war Ihr schönster in diesem Jahr?
Der 13. Oktober 2014 in den frühen Morgenstunden – da bin ich erschöpft, aber hochzufrieden von Frankfurt nach München heimgekehrt. Die Buchmesse war für dotbooks ein voller Erfolg mit sehr positiven Händlergespräche, tollen neuen Buchprojekten und gutbesuchten Autorenveranstaltungen bei uns am Stand.

2

Worüber haben Sie sich 2014 am meisten geärgert?
Am meisten ärgere ich mich über mich selbst, wenn ich mich ärgere – denn Energie folgt Aufmerksamkeit, und oft haben es die vermeintlichen Aufreger-Themennicht wirklich verdient, dass man sich über sie ärgert. Was mich allerdings wirklich ein wenig stört: Die Engstirnigkeit mancher Print-Verleger, die lieber eine teure Auslands-Lizenz einkaufen und viel Geld in Übersetzung, Redaktion und Covergestaltung stecken, statt bei uns die Print-Lizenz bereits markterprobter Bestseller zu erwerben.

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Was war 2014 Ihr schönster Erfolg?
Das stete Wachstum von dotbooks: Unsere Umsätze entwickeln sich kontinuierlich nach oben – und aus den sieben Kollegen, die im Januar festangestellt bei dotbooks arbeiteten, sind inzwischen zehn geworden.

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Und Ihr traurigster Misserfolg war…?
Den habe ich bei dotbooks vermutlich noch vor mir – möge er lange auf sich warten lassen.

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Ihre schönste Buchhandlung/Ihr liebster Verlag in diesem Jahr?

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Von welchem Thema wollen Sie (warum) im neuen Jahr nichts mehr lesen?
Das allgemeine Amazon-Bashing sollte bitte aufhören – es gibt genug, was man in dieser Branche diskutieren und verbessern kann, da muss man sich nicht ununterbrochen auf die Geschäftspolitik eines einzelnen Marktteilnehmers konzentrieren … auch wenn dies natürlich deutlich leichter fällt als selbst neue Ideen zu entwickeln.

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Und über welches Thema wollen Sie mehr lesen?
Über den Mut der Branche, neue Wege zu gehen. Und über Buchhändler, die Print-Books und eBooks gleichermaßen gut und mit Herzblut verkaufen.

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Welchen Fehler aus diesem Jahr möchten Sie nächstes Jahr vermeiden?
Seit zweieinhalb Jahren werde ich in Gesprächen, aber auch bei meiner Arbeit am Schreibtisch mit alten Gewissheiten konfrontiert, die ich größtenteils mit einem Lächeln über Bord werfe. Manchmal verfange ich mich aber doch in der ‚Das ging früher nicht, das geht jetzt auch nicht‘-Bequemlichkeit … und damit soll 2015 endgültig Schluss sein.

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Und welchen Fehler werden Sie trotzdem wiederholen?
Zu denken, dass der Tag eigentlich 32 Stunden hat.

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Welches Buch hat Ihnen dieses Jahr besonders viel Freude gemacht?
Ich befinde mich in der angenehmen Position, nicht im Singular, sondern im Plural denken zu können – und freue mich an den Erfolgen unserer Thriller „Der Troja-Code“ von Turhan Boydak, „Als Gottschlief“ von Jennifer Wind und „Der Königsberg-Plan“ von Alexander Weiss, dem historischen Roman „Die Tränen der Vila“ von Wolfgang Jaedtke und dem Unterhaltungsroman „Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens“ von Sebastian Niedlich – fünf Originalausgaben bei dotbooks.

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Welches wird Ihr wichtigstes Buch im kommenden Jahr?
Wenn ich das schon jetzt so genau wüsste, könnte ich hellsehen … und würde mich selbst des Spannungsmoments berauben.

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Von wem würden Sie auch gern mal die Antworten auf diesen Fragebogen lesen?
Es ist leider nicht mehr möglich – aber ich würde die Fragen gerne Rolf Heyne stellen.

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Und welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie gern beantwortet?
War es die richtige Entscheidung, den klassischen Buch- und Konzernverlagen den Rücken zu kehren und mit dotbooks einen eigenen Verlag zu gründen?

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Hier können Sie die auch beantworten:
Ja!

Morgen antwortet Bernhard Kellner, gestern stellte sich Hermann-Arndt Riethmüller unseren Fragen [mehr…]

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