Seit einigen Tagen hatte die Mayersche in ihren Filialen damit geworben, 50 Prozent Rabatt auf Kalender zu geben. Das hat unter den Wettbewerbern nicht nur für Unverständnis, sondern sichtlich auch für große Verärgerung gesorgt – bis hin zum Kollegentipp: „Bezieht Eure Kalender doch gleich bei Eurem Konkurrenten am Ort, dann spart Ihr wenigstens das Porto“.

Jetzt rudert die Mayersche zurück und teilt mit, dass sie es versäumt habe, diese Aktion mit den Verlagen und Lieferanten im vorhinein abzustimmen. „Die teilweise kritischen Reaktionen haben wir aufgenommen und uns wie folgt entschieden: Ab sofort stellen wir die Werbemaßnahmen außerhalb der Filialen für diese Aktion ein. Den Nachlass gewähren wir unseren Kunden noch bis Ende November, da wir bei unseren Kunden im Wort stehen“, heißt es in einer Erklärung. Die Mayersche „bedauert die hervorgerufenen Irritationen.“
Irimbert Kastl, Inhaber der Buchhandlung Müller in Weil am Rhein, schickt uns dazu folgende Frage:
„Wenn die Mayersche den Endkunden 50% Rabatt gewährt, dann möchte ich gerne wissen, was sie von den Kalenderverlagen an Rabatt bekommt. Wenn ich in der Mayersche billiger einkaufen kann als beim Verlag, dann läuft da einiges verkehrt. Womit wird diese völlig unterschiedliche Rabattpolitik begründet?“







