Amazon handelt bekanntlich nicht allein mit Büchern. Der Internet-Riese macht auch anderen Branchen das Leben schwer: Der Online-Marktplatz ist ein Umschlagplatz für gefälschte Produkte geworden.
„Immer mehr Dritthändler bieten ihre Erzeugnisse über Amazon an und nehmen die Dienste der Firma zur Auftragsabwicklung in Anspruch. Und deshalb ermöglicht der Handelsriese aus Seattle vielen Zulieferern, ihr Inventar mit angeblich identischen Produkten aus der Hand anderer Verkäufer zu bündeln“, beschreibt ein Bericht in der Welt das Problem. So werden Waren von Dritthändlern mit den Artikeln vermischt, die die Markeninhaber selbst direkt an Amazon liefern.
Die Vermischung der Waren in den Lagern von Amazon ruft Hersteller von Markenartikeln auf den Plan. Zum Beispiel – wie die Welt berichtet – den deutsche Messerhersteller Wüsthof. Der hat mittlerweile die Nase voll. Das Solinger Traditionsunternehmen hat vor Kurzem seine autorisierten Händler angewiesen, ab dem 30. Juni Wüsthof-Messer nicht mehr in den Depots von Amazon zu lagern.