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Autorin Misha Defonseca muss für erfundene Holocaust-Geschichte Millionen zahlen

Das wird teuer: Mit der angeblichen Geschichte über ihre Flucht vor den Nazis gelangte die belgische Autorin Misha Defonseca Ende der neunziger Jahre zu Ruhm. In Überleben unter Wölfen behauptete sie, sie habe den Holocaust überlebt, weil sie als achtjähriges, jüdisches Mädchen von einem Rudel Wölfe aufgenommen wurde, berichtet der Spiegel.

Alles erfunden und erlogen! Schon 2008 mußte Defonseca gestehen, daß ihre inzwischen in mehr als 20 Sprachen übersetzte Geschichte frei erfunden ist, Zweifel an der Story hatte 1996 schon Henryk M. Broder geäußert.

Jetzt kommt das teure Nachspiel in dieser makabren Geschichte. Die in den USA lebende Autorin, die in Wahrheit Monique de Wael heißt, ist nun von einem US-Gericht verurteilt worden, ihrem Verleger 22,5 Millionen Dollar (16,3 Millionen Euro) zu zahlen. 2007 war die Geschichte sogar in die Kinos gekommen.

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