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Heinold fragt: Wer war’s?

Der Verlag, nach dem wir heute fragen, hat seinen Sitz in einer „Genussregion“. So jedenfalls nennt er sie selbst. Zu deren einheimischen Produkten gehören exquisite Weine, aber auch die Leibspeise eines ehemaligen Bundeskanzlers, zu der er ausländische Staatsgäste einzuladen pflegte.

Der Name des Verlages leitet sich von einer Zeitschrift her, die schon seit langem nicht mehr existiert. Sie erschien von den 50ern bis in die 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts als anspruchsvolles Wissenschafts- und Technikmagazin in einer Druck- und Verlagsfirma, deren Geschichte bis ins beginnende 18. Jahrhundert zurückreichte und die im Jahre 2003 wegen eines überdimensionierten Neubaus der Druckerei in die Insolvenz ging. Die meisten ihrer zahlreichen Zeitschriften erscheinen in der Hauptstadt des Bundeslandes weiter, in dem die Gruppe in einer anderen großen Stadt ihren angestammten Sitz hatte. Der Zeitschriftenverlag firmiert ebenfalls unter dem Titel jenes untergegangenen Wissenschaftsmagazins, das dem von uns heute gesuchten Buchverlag seinen Namen gab. Buch- und Zeitschriftenverlag sind nunmehr wirtschaftlich voneinander unabhängige Unternehmen mit ganz verschiedenen Muttergesellschaften.

Der gesuchte Buchverlag wurde vor allem durch seine Bildbände bekannt. Seit 2003 gehört er zu einer Unternehmensgruppe, die u.a. einige Weingüter zu ihren Töchtern zählt. Ein Verlag als Schwester von Weingütern – das hat doch was. Und so steht auch das Programm ganz im Zeichen des Genusses. „Die genussvollen Seiten des Lebens“ und „Wir bringen Sie zum Kochen“ – unter diesen Slogans tritt der Verlag am Markt auf.
Das Angebot ist in die Rubriken Kochkunst & Spitzenköche, Reisen & Genießen und Das Schönste aus den Regionen gegliedert. Einem hochaktuellen Trend folgend, gibt es auch ein Segment Veggie.

Vertrieblich ist der Verlag einer 2009 gegründeten Kooperation angeschlossen, die das Programm von acht voneinander unabhängigen Verlagen unter der Klammer „Lifestyle“ bündelt. Es handelt sich dabei um Buch-, Kalender- und Non-Book-Programme zu den Themenbereichen Essen und Trinken, Garten und Natur, Schöner Wohnen, Kunst und Architektur.

Im Frühjahr 2014 hat sich der Verlag eine neue Optik zugelegt. Der Namenszug im Firmenlogo wurde um eine schwungvoll gestaltete Initiale ergänzt. Sie wird auf dem Cover der Bücher der jeweiligen Farbgebung angepasst.

Der Auftritt im Buchhandel erfolgt – ebenfalls seit Frühjahr 2014 – mit zwei Vorschauen: Eine trägt den erwähnten Zierbuchstaben in roter Farbe, die das „emotionale Genussprogramm“ kennzeichnet, die andere den Zierbuchstaben in Grün, das den Programmsektor „Gesunde Ernährung“ charakterisiert – den pflegt der gesuchte Verlag nämlich auch. Und lassen Sie sich nicht verwirren: Der gleichnamige, aber wirtschaftlich unverbundene Zeitschriftenverlag bringt als Buchedition einer seiner Fachzeitschriften wissenschaftliche Titel ebenfalls zur gesunden Ernährung heraus.
Heinold fragt: Wie lautet der Name, den ein untergegangenes Magazin trug und der heute Bestandteil des Firmennamens eines Buch- und eines Zeitschriftenverlages ist, die voneinander völlig unabhängig sind?

Lösung an: heinold@buchmarkt.de

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