Zum 23. Mal verleiht die Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung während der Frankfurter Buchmesse 2014 ihre Übersetzerpreise. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen auf dem Gebiet der literarischen Übersetzung. In diesem Jahr gehen die Preise an an Bettina Abarbanell, Paul Berf und Stefan Weidner.
Der mit € 15.000 dotierte Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis geht in diesem Jahr an Bettina Abarbanell für ihre herausragenden Übersetzungen aus dem Englischen, vor allem von Jonathan Franzen und Denis Johnson, die bei höchstem Genauigkeitsgrad und sprachlichem Raffinement von bestechender Lesbarkeit sind.
Paul Berf erhält den Jane Scatcherd-Preis (€ 10.000) für seine kongeniale Übersetzung des Romanprojekts des norwegischen Autors Karl Ove Knausgård. Für seinen monumentalen Autobiographie-Roman hat der Autor einen ganz eigenen Ton und schnörkellosen Stil gefunden. Berfs Übertragung ins Deutsche berücksichtigt dies auf hervorragende Weise und wird hierdurch zur deutschen Stimme des Autors.
Den Paul Scheerbart-Preis (€ 5.000) erhält in diesem Jahr Stefan Weidner. In kraftvoller, dann wieder zarter Sprache erschließt Stefan Weidner uns die Lyrik des Syrers Adonis und damit das Land der arabischen Dichtung. Mit seinen Übertragungen von kunstvoller Schönheit ist der Übersetzer ein wahrhaftiger Mittler zwischen den Kulturen.