Soeben wurden in Leipzig zum zehnten Mal die Preise der Leipziger Buchmesse 2014 verliehen: In der Kategorie „Belletristik“ gewann Saša Stanišić für Vor dem Fest (Luchterhand), in der Kategorie „Sachbuch“ Helmut Lethen, Der Schatten des Fotografen (Rowohlt Berlin) – und der „Übersetzerpreis“ geht an Robin Detje für Europe Central (aus dem amerikanischen Englisch, von William T. Vollmann bei Suhrkamp).
bild(m,33147Im Jubiläumsjahr reichten 136 Verlage insgesamt 410 Titel ein, die im Zeitraum bis zur Leipziger Buchmesse 2014 erschienen. Unter der Leitung von Journalist und Literaturkritiker Hubert Winkels nominierte die siebenköpfige Jury jeweils fünf Autoren bzw. Übersetzer in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung.
Das waren die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2014:
Kategorie Belletristik:

„Belletristik“
• Fabian Hischmann: „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ (Berlin Verlag)
• Per Leo: „Flut und Boden: Roman einer Familie“ (Klett-Cotta)
• Martin Mosebach: „Das Blutbuchenfest“ (Carl Hanser Verlag)
• Katja Petrowskaja: „Vielleicht Esther“ (Suhrkamp Verlag)
• Saša Stanišić: „Vor dem Fest“ (Luchterhand Literaturverlag)
Kategorie Sachbuch/Essayistik:

„Sachbuch“
• Diedrich Diederichsen]: „Über Pop-Musik“ (Kiepenheuer&Witsch)
• Jürgen Kaube: „Max Weber: Ein Leben zwischen den Epochen“ (Rowohlt Berlin)
• Helmut Lethen: „Der Schatten des Fotografen“ (Rowohlt Berlin)
• Barbara Vinken: „Angezogen: Das Geheimnis der Mode“ (Klett-Cotta)
• Roger Willemsen: „Das Hohe Haus: Ein Jahr im Parlament“ (S. Fischer)
Kategorie Übersetzung:

„Übersetzung“
• Paul Berf: „Spielen“, aus dem Norwegischen, von Karl Ove Knausgård
(Luchterhand Literaturverlag)
• Robin Detje: „Europe Central“, aus dem amerikanischen Englisch, von William T.
Vollmann (Suhrkamp Verlag)
• Ursula Gräfe: „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“, aus dem Japanischen,
von Haruki Murakami (Dumont Buchverlag)
• Hinrich Schmidt-Henkel: „Jacques der Fatalist und sein Herr“ aus dem
Französischen, von Denis Diderot (Matthes & Seitz Berlin)
• Ernest Wichner: „Buch des Flüsterns“, aus dem Rumänischen, von Varujan
Vosganian (Paul Zsolnay Verlag)
Der Preis der Leipziger Buchmesse wird 2014 zum zehnten Mal verliehen und ehrt herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen. Vergeben wird er jeweils am ersten Buchmessetag in der Glashalle der Leipziger Messe. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den mit insgesamt 45.000 Euro dotierten Preis. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB).
Auch in diesem Jahr übernahm Journalist und Literaturkritiker Hubert Winkels den Vorsitz der Jury. Das Team besteht außerdem aus Lothar Müller, Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung; René Aguigah, Abteilungsleiter Kultur und Gesellschaft beim Deutschlandradio Kultur; Daniela Strigl, Literaturwissenschaftlerin an der Universität Wien; sowie Ursula März, freie Literaturkritikerin und Journalistin. Neu dabei sind im kommenden Jahr Dirk Knipphals, Literaturredakteur der taz und Sandra Kegel, Redakteurin im Ressort Literatur und Literarisches Leben der Frankfurter Allgemeinen.