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Alexander Skipis (60)

Alexander Skipis

Alexander Skipis wird heute 60 Jahre alt. Dr. Joachim Treeck (Aufsichtsrat Börsenverein) gratuliert dem Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins zum runden Geburtstag:

„Das ist ein Guter“. Mit diesem knappen Hinweis beantwortete Harald Heker im Herbst 2005 meinen fragenden Blick, nachdem er mir den Namen seines Nachfolgers genannt hatte: Alexander Skipis. Ein Guter – das ist nach Auskunft der im Geburtsjahr des Jubilars erschienenen 16. Auflage des Großen Brockhaus jemand, der „tüchtig“ und „deshalb geschätzt“ ist.

Nun war ich dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels zu jenem Zeitpunkt seit drei Jahren als Aufsichtsrat, aber schon sehr viel länger als anwaltlicher Berater verbunden und wusste daher, dass jemand, der die Geschäfte dieses Verbandes erfolgreich führen will, sicherlich sehr tüchtig sein muss, deshalb aber noch nicht notwendigerweise auch wertgeschätzt wird. Die Bezugsebenen Kultur und Kommerz, die konkurrierenden Interessensphären der im Börsenverein vertretenen Handelsstufen, ganz unterschiedliche Unternehmensgrößen und -strukturen sowie starke Persönlichkeiten in mancher Schlüsselposition machen das Innenleben dieses Verbandes zu einem ebenso spannenden wie komplizierten Kaleidoskop. Würde es Alexander Skipis gelingen, nicht nur all diese Gewichte immer wieder auszutarieren, sondern dabei zugleich das Gesamtgebilde nach vorn zu bewegen?

Die Instrumente dazu hatte er sich gründlich angeeignet. Auf dem politischen Terrain hatte er die notwendigen Erfahrungen insbesondere während seiner Stationen als Büroleiter der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth und später als Ministerialdirigent in der Staatskanzlei des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch gesammelt. Die für einen Verbandsgeschäftsführer unverzichtbare Kompetenz zur Kommunikation nach innen und außen hatte er sich als Verantwortlicher für eben diese Unternehmensfunktion bei der Frankfurter Messe erworben und während eines Ausfluges in die Privatwirtschaft als geschäftsführender Partner von Leipziger & Partner Public Relations GmbH.

Und es gelang und gelingt ihm in der Tat, an den vielen Fronten, an denen er als Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins gefordert ist, mit großem Engagement aber auch mit Augenmaß zu agieren, erforderlichenfalls auch zu kämpfen. Das gilt für die Vertretung der Interessen der Branche gegenüber nationalen und internationalen politischen Instanzen ebenso wie für das Voranbringen von Projekten des Verbandes, die Entwicklung strategischer Konzepte im Großen, oder die Behandlung eher kleinteiliger Probleme in den Niederungen des Verbandsalltages. Beispielhaft, weil es mir durch die enge Begleitung im Aufsichtsrat besonders vertraut ist, nenne ich das Projekt Haus des Buches. Alexander Skipis fand einen Verband vor, der in Frankfurt an zwei Standorten operierte, in Räumlichkeiten, denen zwar ein gewisser morbider Charme nicht abzusprechen war, deren baulicher Zustand und insbesondere deren technische Ausrüstung sich aber in einem beklagenswerten Zustand befanden.

Er gelangte rasch zu der Überzeugung, dass zu einer geschlossenen Verbandsausrichtung eine Zusammenführung der Betriebsteile gehört, und dass die Voraussetzung für effizientes Arbeiten eine zeitgemäße technische Ausstattung ist. Daraus folgte für ihn die Notwendigkeit zu einer grundlegenden Neuaufstellung der Infrastruktur. Nur: Vor nicht allzu langer Zeit war ein solcher Plan an vielfältigen Bedenken der Gremien des Verbandes gescheitert. Bedeutete das nicht, dass ein neuer Anlauf von vornherein zum Scheitern verurteilt war? Das Ergebnis ist bekannt. Das Haus des Buches wurde gebaut. Mehr noch: Der budgetierte Kostenrahmen und der Zeitplan wurden penibel eingehalten, ein nachgerade sensationeller Erfolg. Nun hatte dieser Erfolg, wie jeder, viele Väter, und seine sympathische Bescheidenheit würde es Alexander Skipis verbieten, dies auch nur einen Augenblick in Frage zu stellen. Aber die Art und Weise, wie er Kontakte initiierte, Gespräche moderierte, Gremien involvierte, Personen platzierte, Konflikte neutralisierte und Argumentationslinien kommunizierte, war eine Meisterleistung. Und nicht erst seit dieser wird ihm im Börsenverein die Wertschätzung zuteil, die einem Guten gebührt.
Jetzt wird er sechzig. Ich geselle mich gern in die lange Reihe der Gratulanten: Alles Gute, Gesundheit, viel Glück und Erfolg! Und ein herzliches Danke! für die vielen Jahre einer schönen und anregenden Zusammenarbeit.

Wer auch gratulieren möchte: skipis@boev.de

Möchten auch Sie jemandem aus Ihrer Buchhandlung/Ihrem Verlag zum „Runden Geburtstag“ gratulieren? Dann mailen Sie uns einen kleinen Text und ein Foto des Jubilars/der Jubilarin: redaktion@buchmarkt.de, Stichwort: Runde Geburtstage}

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