Am 14. März wird im Kulturzentrum bei den Minoriten in Graz der Ehrenpreis der ökumenischen Stiftung Bibel und Kultur vergeben. Dieses Jahr erhält ihn die österreichische Autorin Friederike Mayröcker für ihr Lebenswerk. Die Ehrung erfolgt durch den Bischof der Diözese Graz-Seckau, Egon Kapellari und die Vorsitzende der Stiftung, Bundesministerin a.D. Annette Schavan.

Mayröcker verfasste neben Lyrik und Prosa sowie Hörspiele. Dr. Johannes Rauchenberger sagt: „Über einen Zeitraum von mehr als 70 Jahren Werkgeschichte zeigt Friederike Mayröcker das Gegenteil von Sprachverfall auf.“ So habe sie von frühen Gedichten mit biblischen Bezügen bis hin zu ihrem Spätwerk „an der Grenze von Sprache und Schweigen gegen den Tod“ angeschrieben und „der Umgang mit Wörtern, dem Wort, den Buchstaben bis hin zu den Interpunktionen und den Leerstellen in den Zeilen des Gedichts lasse immer wieder Anklänge an Bilder des Glaubens entstehen ohne affirmativ zu wirken.“
Die in Wien geborene Autorin arbeitete als Englischlehrerin an Wiener Hauptschulen. Bereits 1939 entstanden ihre ersten literarischen Arbeiten. Sie wurde für ihre Werke unter anderem mit dem „Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Künste“ ausgezeichnet. 2001 erhielt sie den „Georg-Büchner-Preis“, 2009 den „Herrmann-Lenz-Preis“.