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Hanser Berlin: Karsten Kredel löst Elisabeth Ruge ab / Bilder von der Staffelübergabe

Volles Haus gestern Abend bei Hanser Berlin in der Friedrichstraße: Elisabeth Ruge, Karsten Kredel und Jo Lendle hatten zu einem Empfang geladen, um auf die ersten zwei Jahre des Verlags anzustoßen und auf „das, was die nächsten Jahre bringen“. Anlass war die Staffelübergabe von Elisabeth Ruge an Karsten Kredel.

Das wollte kaum jemand aus der Berliner Szene verpassen. Alle kamen, Buchhändler, Verlagskollegen, Autoren, Agenten, Übersetzer, Kritiker, Journalisten und Freunde. Einige Kollegen wie Helge Malchow (Kiepenheuer & Witsch), Sabine Buss (Random House Audio) und Marcel Hartges (Piper) waren sogar eigens angereist.

Die Schreibtische waren zur Seite geschoben und doch platzen die Räume aus allen Nähten. Karsten Kredel, der als Nachfolger von Elisabeth Ruge den Hanser Berlin Verlag seit diesem Januar führt [mehr…], begrüßte mehr als 300 Gäste; es wäre wohl einfacher aufzuzählen, wer nicht dabei war.

Auch mit Mikrofon hatte er es nicht leicht, sich in dem Gedränge Gehör zu verschaffen. Kredel bedankte sich bei Elisabeth Ruge, die Hanser Berlin vor knapp zwei Jahren zusammen mit Michael Krüger aus er Taufe gehoben hatte. Ohne sie hätte es den Verlag nie gegeben, sagte Kredel und lobte die Beharrlichkeit seiner Vorgängerin. Elisabeth Ruge habe die Gabe, Autoren Türen zu öffnen, an denen andere nicht einmal rütteln würden. Hanser Berlin werde manches vielleicht ein bisschen anders machen als das Mutterhaus in München, „aber wir machen es für Hanser“, sagte er. „Ich freue mich, auf diese wundervolle, sehr, sehr beglückende Aufgabe“. Hanser Berlin sei ein Autorenverlag und werde weiterhin Bücher machen, „ hinter denen wir stehen“, versprach er, bevor er das Mikrofon an Elisabeth Ruge übergab. Die bisherige Verlegerin bedankte sich bei ihren Mitarbeitern und hob das Verständnis der Autoren hervor, die sehr großherzig auf ihre Entscheidung, den Verlag zu verlassen, reagiert hätten – vor allem auch jene, die ihr vom Berlin Verlag zu Hanser Berlin gefolgt sind.

Einer von ihnen ist Ingo Schulze. Er brachte das Publikum mit Alltagszenen aus dem Leben Elisabeth Ruges zum Lachen und überreichte der Verlegerin Taschentücher mit dem Aufdruck Welt-, Herz- und Abschiedsschmerz. Jo Lendle, der gerade selbst seine neue Aufgabe als Nachfolger von Michael Krüger angetreten hat, überbrachte als letzter Redner dieses herzlichen Auftritts Grüße aus München und lobte die Atmosphäre in Berlin. Elisabeth Ruge sei genau die Richtige, um ein so wagemutiges, forsches und nicht risikoloses Projekt wie Hanser Berlin anzutreiben. Nach ihrem Ausscheiden habe man in München nur kurz daran gedacht, das Projekt aufzugeben. Schnell habe festgestanden, dass Hanser ein Standbein in Berlin behalten will. „Wir verlieren zwei Legenden“, sagte er in Anspielung auf den gleichzeitigen Rückzug von Michael Krüger und Elisabeth Ruge. Lendle blickte auch nach vorn. Verlagsgründungen könnten grandios scheitern, doch Karsten Kredel werde die Literaturlandschaft rocken, sagte er. „Was ein Fest werden wird.“ Darauf wurde mit vollen Gläsern angestoßen. Viel gerätselt wurde in den Gesprächen auch über die Top-Personalie des gestrigen Tages [mehr…].

ml

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