Nach einjähriger Umbauphase präsentiert sich die Mayersche Buchhandlung heute mit deutlicher Betonung auf mehr Behaglichkeit. Inhaber Dr. Hartmut Falter: „Der Buchhandel muss wieder emotionaler werden.“

Holzboden, statt Fliesen, abgehängte Decken, eine wärmere Lichtanlage – die nach einem Eigentumswechsel der Immobilie notwendig gewordene, eine Million Euro teure Renovierung hat man im Familienunternehmen dazu genutzt, auch die Strategie zu überdenken. „Mit dem neuen Erscheinungsbild wollten wir auch ein Statement für’s Buch abgeben. Das ist und bleibt unsere Fachkompetenz“, so Dr. Hartmut Falter.
Achtzig Prozent des Sortiments ist nun auf 4.500 qm – 500 qm weniger als bisher – den Büchern vorbehalten. Das Nonbook-Angebot wurde abgespeckt, dafür gibt es jetzt eine Spielwarenabteilung, mehr Spielflächen für Kinder, eine Bühne für Veranstaltungen mit bis zu 350 Besuchern und mit dem KaffeeFleck ein eigenes neues Café-Konzept, für das eine eigene Tochter-Gesellschaft gegründet wurde. Dieses soll nach und nach auch in anderen Städten installiert werden, als nächstes in der Mayerschen am Markt in Essen.
Mit einem eigenen Reader, Service-Maßnahmen wie Bücherlieferung per Fahrradkurier, der Aktion M-Greenline für den sparsameren Einsatz von Plastiktüten und vielen Veranstaltungen will man das Engagement für den Einzelhandel vor Ort unterstreichen.
Hartmut Falter sieht die firmeninterne Konsolidierungsphase – mehrere aufgegebe Filialen in den letzten Jahren – damit als weitgehend abgeschlossen an und gibt sich optimistisch: „Das Konsumklima für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft ist gut. Und die Kunden kommen mit dem Bedürfnis nach Animation und Verführung zu uns ins Geschäft. Dem werden wir jetzt umso mehr gerecht.“
In diesem Zusammenhang bestätigt Falter auch, dass man auch weiterhin in kleinere Stadtteil-Buchhandlungen investieren will.






