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Berlin: Die Buchhandlung Eisenherz ist umgezogen

Nach zehn Jahren in der Lietzenburger Straße ist die Berliner lesbisch-schwule Buchhandlung Eisenherz umgezogen. Heute öffnete sie ihre Türen am neuen Strandort in Berlin Schöneberg, in der Motzstraße 23. Hier wird der Buchladen am 12. November auch sein 35-jähriges Bestehen feiern.

„Mit dem Ortswechsel machen wir uns selbst das größte Geschenk“, sagt Geschäftsführer Roland Müller-Flashar (Foto), der bereits seit 1988 zum Eisenherz-Team gehört. „Wir sind nun gewissermaßen zuhause angekommen, mitten im schwul-lesbischen Kiez“.

1978 von einem schwulenbewegten Kollektiv gegründet, sei Eisenherz seither nicht nur „ein wichtiger Fixpunkt in der queeren Szene der Hauptstadt“, sondern strahle weit über die Landesgrenzen hinaus, heißt es in einer Pressemitteilung der Buchhandlung. Für viele lesbische und schwule Touristen gehöre Eisenherz aufgrund des europaweit einmaligen Sortiments zum Pflichtprogramm bei einem Berlin-Besuch.

Für den traditionsreichen Laden ist dies bereits der dritte Umzug. Mitte der 1980er Jahre reichten die Räumlichkeiten in der Schöneberger Bülowstraße für das wachsende Sortiment nicht mehr aus. In der Charlottenburger Bleibtreustraße konnte man sich nach eigenen Angaben zu einer der weltweit renommiertesten und größten schwulen Buchhandlungen entwickeln. Zu den erklärten Fans des Ladens gehören bzw. gehörten unter anderem die Schriftsteller James Baldwin, Susan Sontag, Edmund White und Rita Mae Brown oder auch Künstler wie Rainer Fetting, Wolfgang Tilmanns und Salomé.

Das Sortiment – Romane, Lyrik, Dramen, Unterhaltungs- und fremdsprachige Literatur, Comics, wissenschaftliche Fachbücher – konnte im Laufe der Zeit um eine stattliche Filmabteilung ergänzt werden. Mehr noch: Das neue 200 Quadratmeter große Ladengeschäft beherbergt nun auch eine Galerie für queere Fotokunst, die in Zusammenarbeit mit Björn Koll von der Edition Salzgeber betrieben wird. „Ergänzend zur Galerie haben wir damit begonnen, das Angebot an Bildbänden internationaler Fotografien zu erweitern und suchen dafür weltweit nach exklusiven und außergewöhnlichen Publikationen“, betont Mitinhaber Franz Brandmeier.

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