
Am Anfang stand ein ausländischer Verleger, der unter seinem eigenen Namen vor 60 Jahren den gesuchten Verlag als deutsche Tochter seines ausländischen Unternehmens gründete. Anlass war der Erfolg einer Reihe von Bildergeschichten im Mutterverlag, die auf den deutschen Markt gebracht werden sollten. Mit Erfolg: Diese Reihe erscheint in immer neuen Ausgaben bis heute. Die deutschsprachige Gesamtauflage hat inzwischen über 12 Millionen Exemplare erreicht.
1954 kam eine zweite Serie mit Broschüren für Kinder hinzu, die sich zur eigenen Marke und erfolgreichsten Buchreihe aller Zeiten entwickelte. Die über 1.7oo Titel erreichten bisher eine Gesamtauflage von über 300 Millionen Exemplaren.
1967 wurde ein Programmsegment gestartet, das eine besondere Buchgattung in Deutschland salonfähig machte. In diesem Medium überschneiden sich Literatur und Kunst und werden zur eigenständigen Kunstform. Für den Verlag typisch, ist auch dieses Segment vornehmlich von Serien geprägt, deren jede eine Welt für sich darstellt.
Im Jahre 1980 gingen der Verlag und sein ausländischer Mutterverlag an einen ebenfalls ausländischen Presse-, Buch- und Medienkonzern über, für den das deutsche Unternehmen eine Perle in seinem Firmenportfolio darstellt.
Die Buch- und Medienproduktion des Hauses besteht aus lauter eigenen Autoren- und Gattungswelten – jede ein Kosmos für sich mit einer eigenen Fan-Gemeinde. War das Angebot zunächst vornehmlich visuell geprägt, so kamen im Jahre 1998 und 2006 zwei Autorinnen in das Haus, die mit umfangreichen Textbänden eigene literarische Galaxien schufen. 30 Millionen Exemplare erreichte die eine Autorin allein in Deutschland, die andere 53 Millionen weltweit.
Das 2001 gestartete Taschenbuchprogramm hat eine eigene Vorschau und bietet deutsche Erst- und Originalausgaben für Jugendliche ab 12 an. Das breite Themenspektrum reicht vom Mysterythriller über Entwicklungsromane“ bis hin zur „Romantasy“ (wohl eine Sprachschöpfung des Verlages).
Seit dem Frühjahr 2006 wird der Programmbereich „Humor“ mit einer eigenen Vorschau präsentiert.
Der durch den Verlag in Deutschland salonfähig gemachten Literaturgattung ist ebenfalls eine eigene Vorschau gewidmet, wiederum unterteilt in vier verschiedene Spezies, eine davon wiederum eine ganz eigenständige Gattung, deren Fan-Gemeinde sich die Leipziger Buchmesse als Szenentreffpunkt erkoren hat.
Eine eigene Vorschau hat ein Imprint-Verlag für Teenies, der aus der Kooperation mit einem englischen Partner entstand und im Jahre 2010 gestartet wurde.
Seit dem vergangenen Jahr gehört ein Verlag als Imprint zur Gruppe, dessen Angebot Bücher, CDs und Bastelanleitungen für Kinder von drei bis 14 Jahren. umfasst.
Eine wiederum ganz eigenständige Welt bietet ein 2007 erworbener Tochterverlag, der mit Minibüchern bekannt wurde, die vor allem in „Schütten“ in Nebenmärkten vertreten sind.
Aus einem kleinen Kern ist so im Laufe der letzten sechs Jahrzehnte ein Verlag der Superlative geworden. Er kann es sich leisten, zusätzlich zu seinen sieben Vorschauen eine eigene Sondervorschau zum Jubiläum herauszubringen. Und undenkbar für andere Verlage: Vor zehn Jahren, zum fünfzigjährigen Bestehen, hat der „Ferlag“ eine gezeichnete Verlagsgeschichte in phonographischem Deutsch, also in einer völlig inkorrekten Rechtschreibung herausgebracht.
Heinold fragt: Wie ist der Name und wo ist der Sitz des Verlages?
Mail mit der Lösung bitte an heinold@buchmarkt.de