Die Ankündigung des ORF Landesstudios Kärnten, die „Tage der deutschsprachigen Literatur“ (Ingeborg-Bachmann-Preis) 2014 möglicherweise aus finanziellen Gründen einzustellen, stößt auch bei den österreichischen Verlagen auf einhellige Ablehnung.
Kurz vor Start des Bachmann-Wettbewerbs am 3. Juli ist offenbar heute eine entsprechende Maßnahme im internen Stiftungsrat diskutiert worden. „Mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis richtet Österreich eine der wenigen Literaturveranstaltungen aus, die im gesamten deutschsprachigen Raum überregionale Bedeutung hat. Ihr Verlust wäre ein herber Schlag für die literarische Landschaft und ein Armutszeugnis für das Kulturland Österreich“, so der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels in einer Pressemitteilung. Als Vertretung der österreichischen Verlage und Buchhandlungen fordere er vom ORF eine Rücknahme der Sparmaßnahmen und eine langfristige Sicherung dieses bedeutenden Literaturevents.
Zeitgleich reagierte heute auch die IG Autorinnen Autoren mit heftigem Protest auf die mögliche Einstellung der „Tage der deutschsprachigen Literatur“ durch den ORF in Klagenfurt. Der Lesewettbewerb rund um den Ingeborg-Bachmann-Preis sei keine Sparmaßnahme, sondern „die Beseitigung des öffentlich-rechtlichen Auftrags“, heißt es in einer Meldung der APA, die auf den Online-Seiten des österreichischen Standards lesen ist. Der ORF wird aufgefordert, „diese Maßnahme umgehend zurückzunehmen“ und sich um eine langfristige Sicherung des Bachmann-Preises zu bemühen. Der ORF müsse sparen, heißt es aus dem Landesstudio Kärnten. „Bevor ich beim Programm von Radio und TV noch mehr abzwacke, muss man derartige große Projekte andenken. So wie es derzeit budgetiert ist, kann ich den Bachmannpreis nicht finanzieren“, wird Karin Bernhard, Direktorin des Landesstudios, vom Standard zitiert.







