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LUCHS-Preis März für Roddy Doyles „Mary, Tansey und die Reise in die Nacht“

Der LUCHS-Preis des Monats März geht an den irischen Schriftsteller Roddy Doyle für sein Buch Mary, Tansey und die Reise in die Nacht, das 2013 im cbj Verlag erschienen ist und von Andreas Steinhöfel ins Deutsche übersetzt wurde.

Vier Frauen sind die Protagonistinnen dieses Jugendromans: die 12-jährige Mary, ihre Mutter Scarlett, ihre Oma Emer und die Ur-Oma Tansey. Ihr gemeinsamer Ausflug von Dublin in Richtung Süden ist etwas Besonderes, eigentlich Unmögliches, denn Ur-Oma Tansey ist schon lange tot. Als Geist ist sie zurückgekommen, um ihrer Tochter Emer beim Sterben zu helfen.

Doch in Doyles Geschichte geht es nicht allein um den Tod, sondern vor allem um das Leben – darum, was die Frauen über vier Generationen hinweg verbindet. Dabei wechselt der Autor immer wieder die Perspektive und lässt den Leser mal mit Marys, mal mit Scarletts, mal mit Emers und mal mit Tanseys Augen auf die Geschehnisse blicken. „Doyle verwebt die Erinnerungen so gekonnt mit dem Roadmovie-Setting, dass sich eine Linearität im nichtlinearen Erzählen herausbildet, Kapitel für Kapitel wird das Bild vollständiger, bekommt Farben, dann Schatten – bis es am Ende echte Tiefe besitzt“, urteilt die Jury-Vorsitzende Katrin Hörnlein.

Der LUCHS-Preis für Kinder- und Jugendliteratur wird jeden Monat von der ZEIT und Radio Bremen vergeben. Aus den 12 Monatssiegern wird der JahresLUCHS gewählt. Jurymitglieder sind Karsten Binder, Birgit Dankert, Hartmut El Kurdi und ZEIT-Redakteurin Katrin Hörnlein.

Am 21. März 2013, 15.20 Uhr, stellt Radio Bremen den aktuellen Preisträger vor. Redaktion: Karsten Binder. Das Gespräch zum Buch ist online abrufbar unter www.radiobremen.de/funkhauseuropa.

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