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Gala zum Deutschen Hörbuchpreis 2013: Ehrung für neun Appetitmacher fürs gesprochene Wort

Wer den gestrigen Auftakt zur lit.COLOGNE vor Ort oder auch im Radio verpasst hat, der sollte sich die TV-Aufzeichnung am Samstag, 0.50 Uhr, vormerken: 3sat überträgt die Gala zum Deutschen Hörbuchpreis 2013 – und das Anschauen lohnt sich, auch wenn es wohl wieder moderate Kürzungen geben wird. Gut 600 geladene Gäste verfolgten eine Show, die Lust auf das gesprochene Wort machte.

Die Sieger des Hörbuchpreises 2013

Der feierliche Rahmen, in dem zum elften Mal die besten Hörbücher, Sprecher und Verlage geehrt und darüber hinaus das „Hörbuch des Jahres“ der hr2-Bestenliste und die Publikumspreise HörKules und HörKulino vergeben wurden, war angemessen glamourös und kompakt gestaltet, um den insgesamt neun Preisen gerecht zu werden. Teilweise aufwendig gedrehte Einspielfilme, die die verschiedenen Preisträger und Hör-Stoffe visualisierten, lockerten den Ablauf auf und gaben den Protagonisten und Hörbüchern ein Gesicht.

Von der originellen Kombo „Spark“, die drei Mal für musikalische Abwechslung sorgte, einmal abgesehen: Das klare Highlight waren die Live-Lesungen der Wort-Interpreten, die zuerst für ihre Leistungen ausgezeichnet wurden und dann dem Publikum eindrucksvoll den Grund dafür zu Gehör brachten. Herausragend dabei: Dagmar Manzel, Gustav Peter Wöhler, Martin Baltscheit und (beispielhaft in einer Hörspielrolle) Corinna Harfouch.

Einzig die manchmal bemüht „cool“ wirkende Moderation durch Dieter Moor und Katty Salié, die das Gebotene durchgängig „interessant“ und „fantastisch“ fanden, war nicht jedermanns Sache – so der Eindruck unter den Gästen bei der After-Show-Party. Trotzdem bescheinigte man den Gastgebern eine schwungvolle Präsentation, die zudem viel Hörbuchwissen vermuten ließ – was bei ihren Kollegen der letzten Jahre nicht immer erkennbar war. In lockeren Mini-Interviews auf der Couch wurden so auch elegant die Jurybegründungen eingeflochten, ohne die Geduld des Publikums zu überfordern.

Übergeben wurden die Hörbuchpreise an Dagmar Manzel und Gustav Peter Wöhler als beste Interpreten für ihre Hörbücher „August“ (erschienen im Der Audio Verlag) bzw. „Vielen Dank für das Leben“ (erschienen bei Hörbuch Hamburg), ebenso an Marc-Uwe Kling für seine Live-Lesung „Die Känguru-Chroniken“ als „Besonderes Hörbuch“ im Bereich der Unterhaltung (Hörbuch Hamburg). Das Sachhörbuch „Der heilige Pillendreher. Ein elektroakustisches Hörbuch“ vom Verlag Buchfunk wurde zum besten seiner Art gekürt. „Bestes Hörspiel“ ist die monumentale Radio-Hörspielproduktion „Ulysses“, erschienen beim Hörverlag, dem auch die „Beste verlegerische Leistung“ attestiert wurde – für die Edition „Erzählerstimmen. Die Bibliothek der Autoren“. Praktischerweise war damit auch gleich das „Hörbuch des Jahres“ der hr2-Bestenliste abgehakt, denn dieser Preis ging ebenfalls an die Hörverlag-Edition.

In der Kategorie „Bestes Kinderhörbuch“ wählte die fünfköpfige Kinderjury des Magazins ZEIT Leo einstimmig die Lesung „Zorgamazoo“, erschienen bei Silberfisch im Hörbuch Hamburg Verlag. Besonderen Grund zur Freude hatte Martin Baltscheit, der für seine Sprecherleistung erstmals mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet wird.

Ansatzweise „Oscar-Feeling“ kam bei der Verleihung der Publikumspreise HörKules und Hörkulino auf, denn diese wurden erst während der Gala und nach Nennung der jeweils drei Erstplatzierten bekannt gegeben – was übrigens bei den Hörbuchpreis-Gewinnern fehlte; auch hier hätte man die Nominierungen ruhig erwähnen können, schon um die Vielfalt des Mediums zu verdeutlichen.

Den Preis für das beliebteste Erwachsenenhörbuch erhielt der Synchronsprecher Frank Röth für seine erste Hörbucharbeit, die Interpretation von „Ziemlich beste Freunde – das zweite Leben des Philippe Pozzo di Borgo“, erschienen bei GoyaLiT im Verlag Jumbo Neue Medien. Als beliebtestes Kinderhörbuch wurde „Und Gespenster gibt es doch!“ gewählt, erschienen bei Audiolino, dessen Verlagschef Rainer Gussek sich sichtlich über den Preis freute.

rw

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