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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – die Causa Amazon stellt die Frage nach Kontokündigung, Zeitarbeit und Werkvertrag

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

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Frankfurter Rundschau

Peter Sloterdijk erhält den Ludwig-Börne-Preis 2013

„Rettungsanker Literatur“: Ljudmila Ulitzkaja feiert morgen ihren 70. Geburtstag. Zuletzt erschien Das grüne Zelt bei Hanser.

Im Wirtschaftsteil
Die Causa Amazon lässt die Diskussion nach Billigarbeitskräften aufflammen. Während Leiharbeiter besser bezahlt werden, boomen Werkverträge als Form des Lohndumpings.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Die Welle gegen Amazon rollt“: Zwar habe sich der Internet-Versandhändler von den Dienstleistern getrennt. „Aber das reicht nicht: Jetzt ziehen Verleger, Autoren und Kunden Konsequenzen“, so das Blatt. Zitiert werden Christopher Schroer [mehr…] und auch André Thiele, der per Facebook vorgestern seine Trennung von Amazon kundtat [mehr…]. Hinzu kommt die Bloggerin Pia Ziefle. Beide Verleger zählen eine Reihe von Konditionen auf, die sie als Mängel sehen, so geforderte 50 Prozent Rabatt plus 5 Prozent Lagerkoten plus Skonto. Für Thiele werde der Aufwand zunehmend zu groß, er wolle seine Energie lieber in die Zusammenarbeit mit dem Buchhandel stecken. Für Pia Ziefle ist klar: „Alles, was Amazon kann, können andere auch.“ Hier können Sie weiterlesen.

„Zwei Stücke wohnen , hach, in Shakespeares Brust“: Ivan Nagel zerlegt den Kaufmann von Venedig mit kriminalistischem Spürsinn als Doppelspiel und feiert ihn als virtuose Verteidigung der Männerliebe im gleichnamigen Buch bei Suhrkamp.

„Die Waschbärenaugen des Hausverwalters“: Vor 50 Jahren erschien Mr. Moonbloom von Edward Lewis Wallant, Berlin hat es 2012 neu herausgebracht (übersetzt von Barbara Schaden). Das Buch liest sich wie ein historischer Roman über ein Manhatten ohne Glanz und Metropolenpomp.

„Als das schönste Land der Welt zum Gefängnis wurde“: Detlef Hamer erinnert an die mecklenburgischen Jahre des Bildhauers Gerhard Marcks in Sehnsucht nach den Kranichen, Edition Cornelius im Projekte Verlag.

Pirat Christopher Lauer verkündet: „Twitter ist für mich gestorben.“ „Das Gezwitscher bringt nichts.“ Mehr müssen wir nicht zitieren.

Süddeutsche Zeitung

„Wie man einen Mythos aufschäumt“: Ansgar Oberholz, der Betreiber des Hipster Cafés St. Oberholz in Berlin Mitte, hat einen Roman über seine Anfänge als Gastronom der digitalen Bohème geschrieben. Titel: Für hier oder zum Mitnehmen, Ullstein.

„Diese Girl nimmt nie Urlaub“: Die Causa Amazon stellt immer mehr die Frage nach der Zeitarbeit. „Arbeitnehmer werden nur noch auf Zeit ‚gemietet‘, nicht mehr als Persönlichkeit „eingekauft“.

„Begegnung mit den Sternen“: Im jüngst wieder neu übersetzten Buch von John Dos Passos Orient Express bei Nagel & Kimche von Martin Fienbork berichtet der Autor über eine Reise 1921 in den Orient.

„Du sagst ja immer, wir sind ein Gespräch“: Das Marbacher Literaturarchiv übernimmt den Vorlass von Tankred Dorst und Ursula Ehler – und begleitet das mit einem Film.

Die Welt

Der Autor und Schauspieler Karlheinz Böhm leidet unter Demenz, da bekommt er Unregelmäßigkeiten seiner Stiftungen nicht mehr mit.

Spiegel online

Nicht vor kam der englische Aufreger um Hillary Mantel, der gestern im Netz kursierte.
Von der Autorin, die 2009 und 2012 für ihre Romane Wölfe und Falken den Booker-Prize bekommen hatte, wurde ein Vortrag veröffentlicht, den sie im British Museum gehalten hatte. Unter dem Titel „Royal Bodies“ brandmarkte sie die schönen englischen Prinzessinen als Gebärmaschinen. Das sagte sie explizit auch über Prinzessin Kate und beschrieb sie als „eine Schaufensterpuppe und keine Persönlichkeit“, sie werde ganz und gar darüber definiert, „was sie anziehe“. Kate habe ein „perfektes Plastiklächeln“ und man müsse nicht riskieren, dass sie „Persönlichkeit zeige“. Mantel ist wieder im Gespräch.

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