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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Marjana Gaponenko über die Lust an der deutschen Sprache

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

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Frankfurter Rundschau

„Eine neues Bild der Erde“: Mit seinen Landkarten macht der junge deutsche Geograf Benjamin Henning verborgene Zusammenhänge sichtbar. Sie erscheinen unter Redescovering the World – Map Transformations of Human and Physical space bei Springer Science + busines Media. Dabei werden Grundkarten anhand bestimmter Kriterien so verzerrt, dass sie aussehen wie Luftballons oder wie Strichwesen… Außerdem erwähnt: Die Welt als Buch Gerhard Mercator und der erste Weltatlas beim Faksimile Verlag.
Heute wäre übrigens der Astronomiker Nikolaus Kopernikus 540 Jahre alt geworden, dafür widmet Google ihm heute ein eigenes Doodle…

„Das Rechenmaschinenmonster“: Frank Schirrmacher hat mit Ego eine „etwas alarmistische, doch lesenswerte Warnung“ vor dem bösen Ich geschrieben (Blessing).

„Diese Sprache ist ein Palast“: Langes Interview mit Chamisso-Preisträgerin Marjana Gaponenko über das Lustwandeln im ausschweifenden deutschen Satzbau, den Vorteil, alt zu sein, und ihren ausgezeichneten Roman Wer ist Martha?.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Amazon reagiert“: Kündigung des Sicherheitsdienstes als Kurznachricht.

„Angriff auf die innere Sicherheit“: Dirk Kurbjuweits „packendes Psychodrama“ Angst erzählt von einer Familie, die in einen Alptraum gerät, vor dem sie auch die deutsche Justiz nicht retten kann (Rowohlt).

„Russland hat ein Lolita-Problem“: Alles, was Kunst unter dem Eindruck europäischer Kulturleistungen hervorgebracht hat, wie barocke und klassizistische Sakralarchitektur, Igor Strawinskis Kompositionen oder die Romane von Vladimir Nabokov (Lolita) ist derzeit Anschlägen radikaler Orthodoxer ausgesetzt. So gehen im Nabokov-Haus zunehmend Schmäh-Mails ein.

Yoko Ono feiert ihren achzigsten Geburtstag in Berlin bei einem umjubelten Konzert (ihr Buch erschien unter Half-A-Wind Show bei Prestel).

Süddeutsche Zeitung

„Kein schlechter Mensch“: Welche Bedeutung haben Bücher für Amazon-Chef Jeff Bezos eigentlich? Adrian Kreye schreibt die Erfolgsgeschichte von Bezos auf, der nicht viel liest, aber mit seiner Geschäftsidee, den Verkauf des „Long Tails“ erobert und dann sein Geschäft Stück für Stück ausgebaut hat. „Dass dabei die kleinen unabhängigen Läden und Community Bookstores von Amazon ums Geschäft gebracht wurden, war nur ein Kollateralschaden.“ Lässt sich hier nachlesen.

„Die Welt brennt hinter der nächsten Ecke“: Navid Kermanis gesammelte Reisereportagen aus Krisengebieten erzählen davon, wie Gewalt entsteht – und warum er als Chronist des Schreckens nicht immer unparteiisch sein kann, niedergeschrieben in Ausnahmezustand. Reisen in eine beunruhigte Welt, C.H.Beck

„Wehe, wenn die Pflicht zur Kür wird“: Joris-Karl Huysmans‘ Erzählung Monsieur Bougran in Pension ist eine Tragikomödie des erzwungenen Ruhestandes (Friedenauer Presse).

„Zurück zu Savigny?“: Ein „kluges Porträt“ des Fürsten der Rechtswissenschaft ist Benjamin Lahusens Alles Recht geht vom Volksgeist aus. Friedrich Carl von Savigny und die moderne Rechtswissenschaft bei Nicolaische Verlagsbuchhandlung.

Das politische Buch
„Prekäre Normalität“: Das Bundeskriminalamt war mutig und hat seine braune Vergangenheit aufgearbeitet, in
o Immanuel Baumann u.a., Schatten der Vergangenheit, Luchterhand und
o Bundeskriminalamt (Hg.): Der Nationalsozialismus und die Geschichte des BKA, Luchterhand

„Denunzianten und Retter“: Band 5 von Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 ist erschienen. Herausgegeben von Ulrich Herbert (et al.) bei Oldenbourg, West- und Nordeuropa kommen in den Blick.

Die Welt

„Warum ist das Böse in der Welt?“: Großes Porträt über Beppe Fenoglio, „eine der größten Begabungen der Nachkriegsliteratur“. Aktuelle Ausgaben werden nicht genannt.

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