
Schön wäre es, wenn das Schule machen würde: In Mönchengladbach hat die örtliche Ausgabe der „Rheinischen Post“ die Kritik am „digitalen Marktführer“ zum Anlass genmmen und sich beim örtlichen Buchhandel umgehört. Und ihren Lesern vermeldet, was Buchhändler alles leisten….
Klaus Wackes etwa, der in der fünften Generation Bücher verkauft, weiß „um die unterschiedlichen Vorlieben seiner Stammkunden, nimmt sich viel Zeit, um so zielgerichtet wie möglich zu beraten, was auch Simon Janssen für die RP reportiert: „Das ist ein großes Plus des Einzelhandels. Das kann ein noch so großes Versandhaus nicht bieten“, erklärt er. … Der Ansicht ist auch Volker Degenhardt (s. Abb.). Der Geschäftsführer der Gladbacher Buchhandlung macht ebenfalls auf die zeitige Lieferung der Buchläden aufmerksam. „Wenn ein Kunde ein Buch bis 18 Uhr telefonisch bestellt, kann er es am nächsten Tag abholen“, sagt der 56-Jährige. Um dies dem Kunden mitzuteilen, bietet er ein kostenloses Lesezeichen* an, auf dem steht: „Dafür muss man nicht nach Amazonien“ – ein kleiner Seitenhieb auf den digitalen Marktführer….. und dass „man die Not auch zur Tugend machen kann“, beweise Sylvia Lingen, seit elf Jahren Inhaberin des Geschäftes Bücher und mehr in Wickrath.