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Rowohlt: Warum taucht der Programmleiter auf dem Cover des Leseexemplars von „Ein seltsamer Ort zum Sterben“ auf?

Marcel Gärtner und Marle Scheither:
„Ziel erreicht, jetzt muss der Roman
nur noch gelesen werden!“
© Ulrich Wittmaack

Hat es das schon einmal gegeben? Auf dem Leseexemplar von „Ein seltsamer Ort zum Sterben“ ist nicht nur das Buch selbst, sondern schemenhaft auch der dafür verantwortliche Lektor, der rororo-Programmleiter Marcus Gärtner, zu erkennen.

Wir wollten deshalb genauer sehen und wissen, warum endlich mal einer der sonst eher anonymen Lektoren die Verantwortung für seine Programmentscheidung so sichtbar demonstriert und haben deshalb um ein deutlicheres Foto gebeten (hier ist es) und bei der Werbeleiterin nachgefragt:
In den Vorschauen findet man nie die Namen der zuständigen LektorInnen oder ProgrammleiterInnen, was hat den Verlag bewogen, dem Lektor sogar ein Gesicht zu geben?
Marle Scheither: Es ist schwer geworden, mit einem Titel, der einem am Herzen liegt, aus der Masse der halbjährlich über den Buchhandel hereinbrechenden Leseexemplare hervorzustechen. Hier war die Entscheidung auf einmal einfach. Der Roman „Ein seltsamer Ort zum Sterben“ hat Marcus Gärtner, den Programmleiter Taschenbuch Belletristik, unglaublich begeistert. Und wir anderen im Verlag sind ebenso hingerissen von diesem Buch. Also haben wir gemeinsam überlegt, wie wir dem Leseexemplar mehr Aufmerksamkeit verschaffen können.

Oft geht man dann den Weg, das Leseexemplar aufwändig verpackt unabhängig von den Vorschauen zu verschicken…

… was wir diesen Herbst auch wieder getan haben, aber das kostet und das nutzt sich, wenn zu oft bemüht, mit der Zeit ab. In diesem Fall haben wir zwar ein sehr ansprechendes und eigenständiges Cover, aber der Name des Autors ist in Deutschland noch unbekannt.

Und wer hatte nun die Idee?

Die entstand bei der Vertreterkonferenz. Da wurde vorgeschlagen, ein Foto des Lektorats als persönliches „Testimonial“ direkt auf das Leseexemplarcover zu drucken. Da wir aber auch das gelungene Cover in seiner Wirkung nicht beschneiden wollten, kam uns dann die Idee mit dem Foto des Programmleiters, auf dem er das Buch entschlossen in die Kamera hält.

Deutlicher kann man eine persönliche Empfehlung ja wohl nicht in Szene setzen.

Ja, auch Ihre Nachfrage bestätigt, dass diese Gestaltung auffällt: Ziel erreicht – jetzt muss der Roman nur noch gelesen werden!

Dann sollten Sie noch den Namen des Autors nachliefern…

Merken Sie sich den Namen Derek B. Miller, das Buch kommt im Juni in der Reihe „rowohlt polaris“.

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