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Heinold fragt: Wer war’s?

Der Verlag, nach dem wir heute suchen, ist die deutsche Niederlassung eines Unternehmens, das vor 38 Jahren in der Hauptstadt eines großen europäischen Landes gegründet wurde. Ursprünglich war das Mutterunternehmen als Dienstleister tätig und entwickelte international koproduzierbare Buchkonzepte für verschiedene Verlage. Doch nach acht Jahren entschied man sich dafür, das Unternehmen umzuwandeln und die Konzepte im eigenen, selbstständigen Buchverlag zu realisieren.

Der wurde vor zwölf Jahren von einer der größten Mediengruppen der Welt erworben, deren Wurzeln bis in das Jahr 1844 zurückreichen und die weltweit über 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Zu dieser Gruppe gehören übrigens auch zwei bekannte deutsche Fachverlage.

Das Jahr des Inhaberwechsels des Mutterhauses war auch das Jahr, im dem der deutschsprachige Tochterverlag gegründet wurde. Er trägt wie das Stammhaus die Namen der beiden Gründer. Inzwischen zählt der gesuchte Verlag in Deutschland zu den Marktführern im Sachbuchbereich. Er tritt mit seinem Konzept sowohl im Erwachsenen- wie im Kinderbuchbereich auf. Von anderen Verlagen seines Genres unterscheidet er sich allerdings weniger durch seine Inhalte, sondern durch die besondere Machart seiner Produkte und deren Qualität und Ausstattung, die das Unternehmen bereits in seiner Gründungsphase als Producer entwickelt hat.

Im Erwachsenenbereich pflegt der gesuchte Verlag neun Themengebiete, und auf allen Gebieten steht er in lebhafter Konkurrenz zu jeweils anderen Verlagen. Für den Buchhandel wichtig sind die klaren Reihenkonzepte des Verlages. Über einer der Reihen steht der Slogan „Wissensvermittlung, die begeistert“ – ein Motto, das für die ganze breite Verlagspalette gilt. Das Kinderbuchprogramm ist so umfangreich, das es in einer eigenen Vorschau präsentiert wird.

Entscheidend zum Erfolg des Verlages tragen Kooperationen mit Herstellern prominenter Marken bei. Einen besonderen Service für Endabnehmer wie für den Buchhandel bietet der Verlag mit seinen Kundenmagazinen, die als so genannte Give-aways kostenlos zur Verfügung stehen und so aufgebaut sind, dass sie zum Sammeln animieren.

Im gegenwärtigen E-Book-Hype bleibt der Verlag weitgehend bei seiner bisherigen Linie, die vor allem von der optischen Aufmachung seiner Produkte bestimmt wird. Die Programmchefin des Verlages äußerte sich in jüngst in einer Branchenfachzeitschrift wie folgt: „Das gedruckte Buch durch ein digitales Produkt zu ersetzen, kann nicht unser Ziel sein. Es geht vielmehr darum, einerseits die Charakteristika des klassischen Buchs zu betonen und andererseits ganz neue Möglichkeiten zu finden, um Bücher wertvoll zu machen.“

Der Gründungsverleger in Deutschland kam aus einer Familie, der ein großes deutsches Zeitungs-, Buch- und Medienhaus gehört. Als er vor neun Jahren aus seiner Funktion ausschied, übernahmen vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Leitung des Verlages gemeinsam: Programmleiterin, Vertriebsleiterin, Herstellungsleiterin und kaufmännischer Leiter. Ihren Führungsstil beschrieben sie in einer Branchenzeitschrift wie folgt: „Es hat etwas Anarchistisches mit Alt-68er-Touch, aber es funktioniert gut. Bei uns zählen die besseren Argumente. Und keiner hat das letzte Wort.“

Heinold fragt: Wie heißt der Verlag und wo ist sein Sitz?
Antworten bitte an heinold@buchmarkt.de

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