Eben wurden im Rahmen der Frankfurter Buchmesse die Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 2012 geehrt.
Gewonnen haben:

Die Auszeichnungen der Kritikerjury:
In der Sparte Bilderbuch
Pija Lindenbaum: Mia schläft woanders; aus dem Schwedischen von Kerstin Behnken (Verlag Friedrich Oetinger)
Die Preisträgerin erklärte auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnte, Bilderbücher als E-Books zu machen, am liebsten wäre ihr ein Spielfilm.
In der Sparte Kinderbuch
Finn-Ole Heinrich (Text)/ Rán Flygenring (Illustration): Frerk, du Zwerg! (Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher)
Man muss eigentlich mal einen Text schreiben, der illustriert werden kann, hatte sich Finn-Ole Heinrich gedacht, als er eine Illustratoren-Ausstellung besucht hatte. „Frerk, du Zwerg!“ ist sein Debüt im Kinderbuch.
In der Sparte Jugendbuch
Nils Mohl: Es war einmal Indianerland (rotfuchs im Rowohlt Verlag)
Moderator Marc Langebeck fragte den Preisträger, was er denjenigen entgegnen würde, die sagten, da habe nun wieder „so ein Tschick-Buch“ gewonnen. Nils Mohl entgegnete, wer das wissen wolle. Und: „Tschick ist ein tolles Buch, meins auch.“
In der Sparte Sachbuch
Oscar Brenifier (Text)/ Jacques Després (Illustration): Was, wenn es nur so aussieht, als wäre ich da?; aus dem Französischen von Norbert Bolz (Gabriel Verlag)
Oscar Brenifier erklärte, Katharina Ebinger, Gabriel-Programmleiterin und Lektorin des Buches, habe eigentlich den Preis verdient und holte sie auf die Bühne.
Der Preis der Jugendjury:
Patrick Ness (Text)/ Jim Kay (Illustration): Sieben Minuten nach Mitternacht; aus dem Englischen von Bettina Abarbanell (cbj)
Jeder sollte Shiobhan Dowd lesen, erklärte Patrick Ness, dessen Buch auf der Idee der 2007 verstorbenen Autorin basiert. Es sei eine große Ehre gewesen, diese Buch zu schreiben.

Der Preis für das Gesamtwerk eines Illustrators
Sonderpreisträger ist in diesem Jahr Norman Junge. Die Vorsitzende der Sonderpreis-Jury Prof. Dr. Anja Ballis lobte seine Bildsprache, u.a. in „Fünfter sein“. Der Preisträger bedankte sich mit einer kunstvollen Rezitation des Ernst Jandl-Gedichts „Immer höher“, ein Buch, das einst Jochen Gelberg verlegt hatte und das 16 Jahre später wieder bei Tulipan erschien.
Als einziger Staatspreis für Literatur in Deutschland wird der Deutsche Jugendliteraturpreis seit 1956 jährlich verliehen, in diesem Jahr also zum 57. Mal. Messe-Direktor Juergen Boos appellierte bei seinen Begrüßungsworten an die Kinder und Jugendlichen im Saal: „Ihr müsst Eure Väter zum Lesen zwingen! Schickt sie in die Buchhandlung! Treibt sie auf die Buchmesse!“ und spielte damit auf das Geschlechterverhältnis in der Buchbranche an. Staatssekretär Lutz Stroppe zitierte aus einem Presse-Artikel, der festgestellt hatte: „Kinderbücher sind die Stütze der Buchbranche“.
Die Kritikerjury setzte sich zusammen aus (Dr. Susanne Helene Becker, Antje Ehmann, Monika Trapp, Dr. Ina Brendel-Perpina, Miriam G. Möllers, Ulf Cronenberg, Dr. PD Annette Kliewer, Prof. Dr. habil. Heike Elisabeth Jüngst und Ute Hentschel]), die Jugendjury aus dem cg-Leseclub des Clavius Gymnasiums in Bamberg, dem Leseclub „Die Bestseller“ der Uhland-Realschule und der Stadtbibliothek Göppingen, dem Jugendleseclub Beckum der Öffentlichen Bücherei Beckum, der Leipziger Jugend-Literatur-Jury der Stadtbibliothek Leipzig, der Spandauer Jugendjury der Stadtbibliothek Spandau und dem Leseclub www.die-blaue-seite.de der Bücherpiraten e.V. in Lübeck. Zur Nominierungsliste: [mehr…]