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Naacher wieder auf Laden-Suche

Sandra Zimmermann

Die traurige Nachricht, dass die Buchhandlung Naacher in Frankfurt/Main zum 31. August schließen muss, sprach sich schnell in der Branche der Stadt herum.

Buchhändlerin Sandra Zimmermann kann es nicht fassen: „Wenn ich an all die schönen Bücher denke, die im Herbst auf den Markt kommen, und die wir bestimmt gut verkaufen können, werde ich traurig und wütend.“

Erst zu Beginn des Jahres 2011 ist die 1909 gegründete Buchhandlung von der Schweizer Straße in die Gartenstraße gezogen [mehr…]. Nach etwa einem Jahr zeichnete sich ab: Die Umsätze reichen nicht aus, um den großen Laden zu halten. Also wollte man einen passenden Untermieter ins Geschäft holen. Der war auch gefunden – nur die Verhandlungen mit dem Vermieter führten nicht zum Erfolg.

Der Start in der Gartenstraße war schwierig, die Laufkundschaft fehlte, erst nach und nach haben die Leute begriffen, dass es nur wenige Meter Umweg vom gewohnten ins neue Domizil sind. „Im Sommer, wo alle über Flaute klagen, kamen sehr viele Besucher zu unseren Lesungen. Wir hatten das Gefühl, dass uns die Leute endlich wieder angenommen hatten“, erzählt Sandra Zimmermann. Doch zwischen Mieter und Vermieter wurde es zunehmend komplizierter, eine Einigung konnte nicht erreicht werden. Nun sind die Räume gekündigt, der Nachmieter, ein Waxing Studio, steht schon auf der Matte.

Die Buchhandlung wird nicht liquidiert, sie setzt ihren Betrieb fort – zunächst per E-Mail und per Anruf. Alle Bestellungen, so bestätigt Sandra Zimmermann, werden weiter ordnungsgemäß versendet. „Wir informieren unsere Kunden über den aktuellen Stand der Dinge“, verspricht die engagierte Buchhändlerin.

Geschäftsführer Oliver Naacher will einen neuen Standort für seine Buchhandlung finden, am liebsten natürlich in Frankfurt-Sachsenhausen.

JF

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