Home > News > Dämpfer bei der Umsatzentwicklung: Branchenmonitor Buch meldet einen „April ohne Ostergeschäft“

Dämpfer bei der Umsatzentwicklung: Branchenmonitor Buch meldet einen „April ohne Ostergeschäft“

Die positive Entwicklung vom März hat im April bereits wieder einen Dämpfer erfahren. Laut BranchenMonitor Buch des Börsenvereins schlossen die Vertriebswege Sortiment, Warenhaus und E-Commerce den April mit einem Minus von 4,4 Prozent ab – nach plus 2,6 Prozent im Vormonat.

Grund dafür waren auch kalendarische Unterschiede: Der April 2012 musste mit einem Verkaufstag weniger auskommen. Außerdem konnte der Buchhandel im diesjährigen April weniger vom Ostergeschäft profitieren, das zwei Wochen früher begangen wurde. Kumuliert vergrößert sich das Minus nun wieder von 1,2 Prozent bis März auf 2,1 Prozent bis Ende April.

Auch das stationäre Sortiment musste im Vergleich zum Vorjahresmonat ein deutliches Minus hinnehmen. Hier schlugen nun minus 7,8 Prozent zu Buche, während im März noch ein Plus von 0,5 Prozent gestanden hatte. Dafür konnte das Rechnungsgeschäft sein März-Minus von 11,7 Prozent auf 7,7 Prozent verkleinern.

Den insgesamt größten Verlust mussten mit minus 8,2 Prozent die Taschenbücher hinnehmen, aber auch bei Hardcover und Hörbuch standen negative Vorzeichen (minus 3,0 Prozent und minus 2,9 Prozent).

Ebenso wiesen fast alle Warengruppen ein mehr oder weniger deutliches Minus auf. Nur Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft lag – zum ersten Mal in diesem Jahr – mit 2,3 Prozent im Plus. Gegensätzlich entwickelten sich drei der Segmente. Hier wurde das März-Plus im April nun durch ein Minuszeichen ersetzt: Belletristik minus 6,8 Prozent (März: plus 2,2 Prozent), Kinder- und Jugendbuch minus 5,8 Prozent (plus 15 Prozent), Reise minus 2,6 Prozent (plus 7,6 Prozent). Sachbuch vergrößerte das negative Vorzeichen von minus 0,3 Prozent im März auf minus 4,0 Prozent im April.

Allen übrigen Warengruppen gelang es, ihr Minus gegenüber dem März etwas zu verkleinern: Ratgeber auf minus 2,1 Prozent (März: minus 3,2 Prozent), Geisteswissenschaften, Kunst, Musik auf minus 1,5 Prozent (minus 2,2 Prozent), Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik auf minus 0,5 Prozent (minus 7,6 Prozent).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert